Leben und Sterben in Klein-Bloggersdorf

Ja, wir merken es alle, Klein-Bloggersdorf wächst, und damit wachsen die Probleme …

Die einen möchten „ihre Unschuld“ nicht verlieren und weiterhin ganz ohne Einfluss von außen schreiben, was sie bewegt, begeistert, nervt, usw. … andere entdecken plötzlich die Möglichkeit, mit ihrem Talent Geld zu verdienen. – Hochverrat!, schimpfen wieder andere.

Aus den hitzig geführten Diskussionen entstehen gewaltige Turbulenzen, wir Robert Basic hier schreibt:

Immer dann, wenn Kommunikations- und Verhaltensstrukturen neu definiert werden müssen, kommt es zu atmosphärischen Störungen, da die Zonen mit niedrigem Luftdruck stets einen Ausgleich mit Hochdruckzentren suchen. Sprich: Es wird turbulent.

Allerdings würde ich Weblogs heute noch nicht als Überschall-Kommunikationsjäger bezeichnen, dieser Vergleich überschätzt m.E. – noch!? – ihre Bedeutung ;-) ))

Leider treffen viele Angriffe aller Parteien mittlerweile sehr häufig unter die Gürtellinie – Beispiele dürfte jeder kennen, ich verzichte hier auf Links.

Martin Ötting fragt: Blogosphäre eats itself? und Klaus Eck spricht gar von Blogger-Kannibalismus.

Diese Umbruchsphase habe ich in einigen Kommentaren als „Pubertät der Blogosphäre“ bezeichnet, was natürlich in dieser platten Verallgemeinerung nicht richtig ist und auch nicht für ein tieferes Verständis der gewachsenen Blogger-Kultur spricht, Sorry! Don Alphonso ist stinksauer.

Aber ich habe nichts gegen kommerzielle Projekte in Klein-Bloggersdorf! Auch das neue hier initiierte Blog-Projekt – auch hier, hier, hier, hier und … – muss sich selbst finanzieren. Um von vornherein Missverständnisse weitestgehend auszuschließen und entsprechenden Diskussionen vorzubeugen, schreibe ich hier offen und direkt: der Aufwand der Mitwirkenden muss mittelfristig gedeckt sein und langfristig darf sich auch eine „Aufwandsentschädigung“ ergeben ;-) ))

Wir leben in einem System, in dem jede Investition – und hierzu zähle ich auch jede Arbeit – eine Rendite erwirtschaften darf und muss!

Das widerspricht der will-haben-haben-haben-aber-nix-bezahlen-wollen-Mentalität diametral!

Und das bringt mich nun direkt „zum Sterben in Klein-Bloggersdorf“: das Burnout Blog gibt auf:

Aufgrund der Popularität dieser Seite erhalte ich außerdem seit Jahren Anfragen, Anfragen, Anfragen, die zuletzt einen nennenswerten Teil meiner täglichen Arbeitszeit kosteten, die aber nicht wirklich etwas mit meiner Tätigkeit s.o. zu tun haben. Meine Bereitschaft, diese Fragen immer und immer wieder zu beantworten, ist im Zeitverlauf drastisch gesunken, zumal hier vieles längst steht. Bitte nehmen Sie das nicht persönlich. Bitte verstehen Sie, dass ich Ihre Wünsche aufgrund menschlicher Kapazitätsgrenzen nicht erfüllen kann und dass ich meine Energien auf meine Kerntätigkeit konzentriere. Ich kann so nicht arbeiten!

… auch das ist Klein-Bloggersdorf …

Statt „Geiz-ist-Geil“ muss wieder gelten „Gutes-Geld-für-gute-Arbeit“ und in Klein-Bloggersdorf wird viel und gut gearbeitet :-) ))

Anmerkung:
Bewusst setze ich keine Trackbacks, indem ich die URL manuel eintrage – um mich gar nicht erst der Trackbackschleimerei verdächtig zu machen ;-) )), d.h. verlinkt werden ausschließlich Seiten, die Pingback oder automatische Trackbacks unterstützen. Wer (- gilt für alle, die ich zitiert und verlinkt habe -) noch einen Trackback auf seiner Seite haben möchte, der hinterlasse bitte einen Hinweis in den Kommentaren. (Anm. für besonders eilige: bitte etwas Geduld: ich bin jetzt für ein paar Stunden außer Haus – Geld verdienen *grrrrr ;-) ))

Ein Gedanke zu „Leben und Sterben in Klein-Bloggersdorf“

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