wie sollen Unternehmen bloggen

Brauchen Firmen ein Weblog? – Nein! Firmen müssen mit ihren Kunden kommunizieren – effektiv und effizient!

Innerhalb der Blogosphäre wird heftig diskutiert, ob Unternehmem / Unternehmer bzw. Manager bloggen sollen, oder doch lieber nicht???

Robert führt mich gerade zu Neue Umfrage zu sog. “Marketing-Blogs”. Die Diskussion in den Kommentaren ist überaus lesenswert!!!!

Weblogs sind en vogue!?! Oder?

Und wie sieht das außerhalb der Blogosphäre aus? – Wieviel Prozent der gemeinen Internet-User kennen tatsächlich den Unterschied zwischen einem Content Management System und einem Webblog?

Die meisten Besucher werden sich zunächst – i.d.R. völlig unvoreingenommen – mit dem für sie ungewohnten Dialog-Angebot (Weblog) auseinandersetzen. Aufgrund der blog-typischen Verlinkung lernen sie weitere Bewohner von Klein-Bloggersdorf kennen – und evtl. schätzen! (- ich spreche hier aus eigener Erfahrung -)

Und die Firmen, die – aus welchem Grund auch immer – bloggen wollen? Sie treffen auf eine gewachsene Blogger-Kultur – es gibt ungeschriebene Gesetze.

Robert fordert Stay on Topic und fasst so zusammen:

Also: Was man aus dem One-to-Many Tool namens Blog macht, ist der Kreativität, der Zielvorstellung und dem Schreiber überlassen. Solange der nicht den Fehler begeht, auf Privatblog zu machen, kann man zwar immer noch Einiges falsch machen, aber sich zumindestens nicht von vornherein das Blog verbauen. Unterschätze nie den Leser, seine Bedürfnisse, biete ihm einen ausgesprochen guten Mehrwert und mach Dir wenig Kopf, dass Du den Schreibstil privat blubbernder Blogs nicht hinbekommst. Sobald Du klarmachst, was geboten wird und was der Vorteil für den Leser sein soll, musst Du Dir keine Sorgen machen: Ich erwarte ganz bestimmt nicht von Dir, dass Du mir verrätst, dass Dein Chef Dich zur Schnecke gemacht hat. Oder Du etwa kein Marketing machen möchtest, versuchs erst gar nicht zu kaschieren. Ist auch nicht so wild, da die meisten Leser wissen, wie die Spielregeln bei Firmen im Gegensatz zu Privatgesprächen sind. Sei nachvollziehbar, sei ehrlich im Dir erlaubten Rahmen, sei Du Firma!

Auf der anderen Seite ist die Blogosphäre kann statisches Gebilde! Sie entwickelt sich weiter – und es lohnt, sich einzumischen :-)

Ich nehme zwei scheinbar unvereinbare Grundtendenzen war:

Firmen-Blog – Nein Danke! :-( und Firmen-Blog – Ja, Aber!:-)

Allen Corporate-Bloggern, die gerade die ersten Schritte machen, und allen, die mit dem Gedanken spielen, empfehle ich:

  • Nehmt das -Aber!- ernst! Passt Euch an, ohne Euch zu verbiegen!
  • Macht deutlich, dass Ihr nicht auf Troll-Kommentare eingehen werden – ruhig auch mit einem Plonk – und bleibt dieser Linie treu!

… je mehr gute (- gut im Sinne von echtem Dialog -) und erfolgreiche Corporate-Blogs entstehen, desto größer wird die „Firmen-Blog – Ja, Aber“-Fraktion :-) ))

Auf der anderen Seite frage ich mich auch, was passiert mittelfristig – bis langfristig – mit den Unternehmen, die sich dem direkten Dialog mit ihren Kunden verschließen??? Mit Sicherheit verschenken sie wertvolles Potenzial, weil sie eine bestimmte – und m.E. wachsende – Kundengruppe vor den Kopf stoßen …

4 Gedanken zu „wie sollen Unternehmen bloggen“

  1. Hmm… erkundige dich mal in deinem ferneren Bekanntenkreis, ob die Leute überhaupt etwas mit dem Begriff „Blog“ etwas anfangen können. ;) Du wirst sicherlich überrascht sein. Mir ist es passiert, dass ich auf den „chaotischen“ Aufbau meiner Website (URL s. Header) angesprochen wurde. Als ich sagte, dass das ein Blog sei, kam ein „Hä? Was’n das?“ als Antwort. Nur – ich habe keine Lust, dann den Begriff „CMS“ in den Raum zu schmeißen, weil dann die Verwirrung nur noch größer geworden wäre. Mit den Begriffen „Website“ kann inzwischen jede/r etwas anfangen.

    Zu „Dialogbereitschaft“ von Unternehmen: Hier hapert es meines Erachtens noch erheblich. Erst wenn die klassischen Kommunikationsstränge, und diese bitte jetzt nicht mit der Marketingbrille betrachten!, optimiert und aktualisiert wurden, dann, nur dann kann man sich fragen, ob sich ein Blog überhaupt lohnt. Und in etwa 90% der Fälle glaube ich, wird die Antwort ein klares „Nein!“ sein.

  2. Guten Morgen Martina,

    ich kann Deine Erfahrungen voll bestätigen. Manchmal komme ich mir vor wie ein Wanderer zwischen verschiedenen Welten ;-)

    Das was Weblogs m.E. unschlagbar macht, ist die Verlinkung und damit die Geschwindigkeit mit der Botschaften weitergereicht werden. Die „Blog-Trommeln“ sind z.Z. unschlagbar :-)

    Bin gespannt, wie sich die Blogosphäre weiterentwickelt …

  3. Hier mal ne ganz gewöhnliche Sichtweise:
    Als ich vor rund 10 Monaten mit der Bloggerei begann (keine Ahnung von Tuten und Blasen)hatte ich eigentlich nur die Suchmaschinenoptimierung meiner Hauptseite im Sinn. Das hat ratzfatz gefunzt und heute stehe ich bei Gooogle auf 1. Das hat den erheblichen Vorteil, dass ich weniger akquirieren muß, bringt aber auch den „Nachteil“ mit sich, dass ich viel zu viel Zeit auf die Bloggerei verwende. Diese führt aber mittlerweile zu ganz neuen geschäftlichen Perspektiven, was widerum ein Mehr an Arbeit mit sich bringt, aber natürlich auch …

    Alles in Allem: Ein Blog lohnt sich (wenn mans mit Spass und zugleich der nötigen Ernsthaftigkeit angeht).

    Und was die ungeschriebenen Gesetze angeht: Den unbedingten Drang einiger Blogger, diese auch unbedingt durchzusetzen – und sei es nur um auch öffentlich zu kommentieren, dass man ein super Typ und Blogger ist – kann ich in anderen Ländern weniger beobachten.

    Schreibe ich hierzulande in einen Kommentar z.B. „Sehr interessant, danke“, weil ich genau das – nicht mehr und nicht weniger – sagen will ohne dabei eine dezidierte Meinung zu offenbaren, kann es mir passieren, dass mein Kommentar als Spam angesehen und gelöscht wird. In anderen Ländern geht man mit sowas deutlich lockerer um.

  4. @Besserwerber: Herzlichen Glückwunsch zum Gewinn des Marketing Sherpa Awards in der Kategorie „Best Foreign-Language Blog“!

    … und danke für die „ganz gewöhnliche Sichtweise“ :-)

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