Qype – Ein Zeichen des neuen Aufbruchs?

Es ist wieder Gründerzeit. Das neue, soziale Netz sorgt für Aufbruchstimmung bei vielen, die den ersten Boom – und auch den ziemlich plötzlichen Kollaps – des Geschäfts mit dem Internet mitgemacht haben. Zahlen wie 580 Millionen Dollar (MySpace-Verkaufspreis an Rupert Murdochs News Corp.), 72 Millionen (geschätzte aktuelle MySpace Nutzerzahl) oder 30 Millionen Dollar (angebliche Summe, die Yahoo an den del.icio.us-Erfinder Joshua Schachter zahlte), lassen neue Hoffnungen über die Zukunft des Geldverdienens im Web sprießen.

Quelle Spiegel Online: Gründerzeit im Web-Business

Seit dem 26. April ist Qype.com öffentlich. Qype [sprich: kwaip] ist ein Branchen-Suchdienst ähnlich den Gelben Seiten. Zusätzlich können die Besucher die Dienstleister und Lokalitäten auch öffentlich bewerten und auch Kontakte mit anderen Qype-Anwendern knüpfen.

Zum Start waren lt. Spiegel Online ca. 1700 Mitglieder registriert.

QypeKreuztalFür eine Abdeckung in der Fläche, muss die Gemeinschaft noch gewaltig wachsen.

Mark Pohlmann meint, dass Qype wirkt.

Ob sich dieser – vom Prinzip her gute – Ansatz durchsetzt, hängt m.E. auch sehr stark davon ab, inwieweit die Macher die Probleme mit „Nörglern“ sowie mit beleidigenden und verleumderischen Beiträgen in den Griff bekommen.

Eine Chance verdient diese Plattform allemal. Ich habe mich angemeldet und drücke die Daumen!

weitere Artikel zu Qype:
CIO Weblog: Qype: Noch eine lokale Suche, aber mit sozialem Netzwerk
Fischmarkt: Echtes Web 2.0 aus deutschen Landen
iBlog: GelbeSeiten und GoYellow sind viel toller als die Social-Software-Schmuddelkinder
nicozorn.com: Web 2.0 made in Germany: Qype
openBlog: QYPE – Quote Your Personal Experience!
Telagon Sichelputzer: Qype
themenblog: Exklusiv auf Themenblog: Mark Pohlmann betreut PR von Qype
themenblog: FAZ über Qype

Wiki in Unternehmen

Das habe ich gerade beim RSS Blogger gefunden:

Hinweis auf eine Umfrage zum Thema Wiki in Unternehmen.

Sicher ist diese Seite für Sie auch dann interessant, wenn Sie nicht an der Umfrage teilnehmen wollen. Man erfährt einiges darüber, welche Unternehmen heute schon Wikis einsetzen.

direkter Link: http://wikipedistik.de/umfrage/index.html

Hängt sie höher – die Überbringer schlechter Nachrichten!

sueddeutsche.de titelt wie folgt:

Gefangen im Netz

Ob Produkt-Fehler oder Kommunikations-Fauxpas: Schlechte Nachrichten verbreiten sich im Internet so schnell, dass sie für Unternehmen zur Bedrohung werden können.

Diesen Aufmacher müssen wir uns jetzt einmal auf der Zunge zergehen lassen:

… ein Produkt ist fehlerhaft, ein Unternehmen leistet sich einen „Kommunikations-Fauxpas“ – das sollte nicht vorkommen, kann aber passieren … alles bis hierhin i.d.R. noch kein Problem …

… diese Informationen werden – auch zum Schutz anderer Verbraucher – durch Blogger weitergegeben; sehr schnell – dem Internet sei Dank …

… und nun??? die Schuldigen der aufkommenden (PR-)Krise sind schnell ausgemacht: es sind … die schlechten Nachrichten selbst, die zur Bedrohung werden. Also: hängt die Überbringer der schlechten Nachrichten!!!

Auch Klaus-Peter Johanssen – selbst krisenerfahren in Sachen Don Alphonso vs. Johanssen und Kretschmer [Krisen-Updates gibt es hier und hier] – hat ein Patent-Rezept:

„Das beste Mittel gegen eine Krise ist Prävention“, sagt Klaus-Peter Johanssen, der Unternehmen in Sachen Krisenkommunikation berät. Er nennt als Beispiel Presseinformationen, die bereits vorformuliert werden und im Ernstfall nur noch ergänzt werden müssen. Auch ganze Internetseiten können schon im Vorfeld erarbeitet werden. Wie eine Studie seiner Agentur zeigt, vernachlässigen Unternehmen aber die interaktiven Möglichkeiten des Netzes. Diskussionsforen bietet nicht einmal jedes Vierte an.

Wie wäre es denn ganz einfach mit der Wahrheit?:

Es sind offenbar immer wieder dieselben Fehler, die Unternehmen bei der Krisenkommunikation im Internet machen. „Es wird versucht, zu leugnen so lange es geht. Aber Lügen haben im Internet kurze Beine“, sagt Roselieb. Denn die Wahrheit ist womöglich nur einen Link weit entfernt. Außerdem würden Unternehmen vergessen, dass im Internet rund um die Uhr kommuniziert wird und dass ihre Sicht der Dinge unmittelbar kommentiert werden kann.

Ist das sooooo…. schwer?????

via BasicThinking, social software, Meinungsmacherblog

Das Netz ist das Office

Congratulations! – Ismael Ghalimi hat eine Übersicht seines Office-2.0-Setup zusammengestellt: Anwendungen mit denen wir unsere Bürotätigkeiten online von jedem Computer aus erledigen können.

Eigentlich sollten keine Wünsche mehr offen bleiben …

Sie finden alles von der Bookmark-Verwaltung bis zur Textverarbeitung. Die einzige Voraussetzung für Anwender ist ein Web-Browser. Hier lesen Sie, was Office-2.0 für Ismael Ghalimi bedeutet:

  • No client application other than a web browser
  • No files on personal computer
  • Compatibility with the most popular web browsers
  • No browser extension or plugin
  • Collaboration features are good
  • Syndication is the way to go
  • AJAX is better
  • Competition brings alternatives
  • Data import/export is mandatory

via ToolBlog

Unternehmen gehen sorglos mit personenbezogenen Daten um

Jedes fünfte Unternehmen verstößt nach Einschätzung des BITKOM (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien) gegen das Bundesdatenschutzgesetz.

Aktuelle Studien zeigen, dass sich etwa jedes fünfte Unternehmen nicht an die geltenden Bestimmungen hält. „Der Umgang mit personenbezogenen Daten ist oft rechtswidrig“, sagt Kai Kuhlmann, Datenschutzexperte beim Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM). „Eine Datenübermittlung, die nicht den gesetzlichen Voraussetzungen genügt, kann als Ordnungswidrigkeit oder Straftatbestand mit Bußgeldern oder sogar mit Freiheitsstrafe geahndet werden.“ Noch immer würden zu viele Unternehmen die Bedeutung des Datenschutzes unterschätzen und damit auch das Vertrauen von Kunden und Partnern riskieren.

Der BITKOM stellt zwei neue Publikationen zum kostenlosen Download zur Verfügung: >> Übermittlung personenbezogener Daten – Deutschland, EU und Drittländer und >> Verfahrensverzeichnis und Verarbeitungsübersicht.

Die Gesamtausgabe des Bundesdatenschutzgesetzes finden Sie auf der Website des Bundesministerium der Justiz: >> HTML oder >> PDF.

via MittelstandsBlog.DE

das Manager-Magazin und sein Unternehmerblog

Nein. Ein Weblog ist das hier definitiv nicht!, aber vielleicht dennoch ein Schritt in die richtige Richtung.

Ich habe schon hier darauf hingewiesen, dass ein Paradigmenwechsel bezogen auf den „Weblog-Charakter“ stattfinden wird.

Begrüßenswert ist, dass das Manager-Magazin mit einem Forum gezielt auch Unternehmer anspricht, eigene Beiträge zu einer vorgegebenen Fragestellung zu schreiben.

Wir dürfen jetzt nicht sofort – was leider in D oft passiert – die Mängel suchen, und jetzt schon erklären, warum das so nicht funktionieren kann …

… als Optimist sehe ich hier zuerst die Chance: es kann sich ein offener Dialog entwickeln, vorausgesetzt, die Moderatoren lassen ausreichende Freiräume und regen auch mit weiterführenden Fragen zu einer Diskussion an.

Wichtig ist, dass viele Personen – ganz vorsichtig – an diese Art des Dialoges herangeführt werden und – ganz gefahrlos, also auch anonym – erste Erfahrungen mit dem „neuen“ Medium machen können. So werden nach und nach vorhandene Berührungsängste abgebaut. Das geht nicht von heute auf morgen.

Allerdings bin ich der festen Überzeugung, dass die Entwicklung in Richtung „offener Web-Kommunikation“ nicht mehr aufzuhalten bzw. umzukehren ist.

via Blogdiplomatie
weiterer Artikel bei Site 9 Weblog

Wenn der CEO bloggt

… lügt er dann?

Woran erkenne ich den authentischen Blogger?

Dr. Hermann Iding beschreibt das Dilemma bloggender Unternehmensvertreter.

Blogs sind ehrlich, authentisch, ungeschminkt, echt. Blogger sprechen die Sprache der Straße [..]

Was passiert also nun, wenn die Person an der Spitze bloggt? Das Medium des Blogs strahlt auf die Person ab: dem bloggenden CEO wird Authentizität unterstellt, quasi automatisch attestiert durch das Medium. Das kollidiert komplett mit den Anforderungen der Organisation an ihren bloggenden CEO. Hier kommen wir nun zur Naivität: entweder der CEO bloggt fröhlich vor sich hin, dann gibt es ein Problem mit der Organisation, die ihn schnellstmöglich versuchen wird, wieder einzufangen. Oder der CEO bloggt gemäß Organisationsauftrag – dann wird er vielleicht Aufmerksamkeit erzielen, aber eben nur begrenzt: denn die wirklich interessanten Dinge kann er nicht sagen.

Per Definition handelt eine authentische Person frei von externen Einflüssen wie Gruppenzwang oder Manipulation (siehe auch: Wikipedia:Authentizität).

Will nicht (fast) jeder mit (s)einer Meinungsäußerung Einfluss nehmen auf das Verhalten oder Erleben von Einzelnen oder Gruppen? Auch das ist Manipulation. Ist es mit dieser Definition vor Augen nicht vielmehr naiv, jedem Blogger „per Definition“ Authentizität zu unterstellen?

Der bloggende Unternehmensvertreter kommt für mich dann authentisch, d.h, als echt rüber, wenn er offen darlegt, wen er vertritt und deutlich macht, warum er das eine sagt und das andere nicht sagen darf; seine Sprache (besser: Schreibe) muss natürlich sein, d.h. zu seiner Person und zu seiner Rolle passen! Auch der in der Blog-Szene bekannte Anwalt verät keine Mandanten-Geheimnisse und wird dennoch als „authentisch“ wahrgenommen.

Vorausgesetzt der bloggende Manager oder Unternehmenssprecher ist eine starke und authentische Persönlichkeit, dann wird er auch im Weblog als authentisch und echt wahrgenommen und das steht in keinem Widerspruch zu den Interessen des Unternehmens.

Ich will nicht verhehlen, dass der bloggende Manager, der „authentisch“ und entsprechend den Unternehmensrichtlinien bloggt, dennoch – und gerade wegen der Bloggerei – in Konflikt mit anderen (wichtigen) Personen des Unternehmens kommen kann; aber das ist in meinen Augen ein ganz anderes Thema!

Dynamische Webseiten mit Weblog-Charakter

… werden in 5 Jahren Standard sein!?!

Brauchen Unternehmer unbedingt ein Weblog?, fragt Patrick Breitenbach und meint:

Bitte nicht! Solange Unternehmen das Weblogprinzip nicht verstanden haben, sie die Distanz zum Kunden bewahren möchten, unkonventionelle Konzepte ablehnen oder ausschließlich schnelle Erfolge auf Umsatzzahlenlisten vetrauen, sollten unbedingt die Finger davon lassen!

Ich stimme zu, wenn es ausschließlich um die Frage geht, ob ein Weblog als (weiteres) Marketing-Tool eingesetzt werden soll.

Anders sieht es m.E. aus, wenn wir beginnen, Weblogs als (weiteres) Mittel der Kommunikation zu begreifen.

Um ihre Kunden zu binden, müssen Unternehmen auf (veränderte) Kommunikationswünsche ihrer Zielgruppe eingehen.

Weblogs sind m.E. nicht mehr und auch nicht weniger als eine (weitere) Möglichkeit mit (potenziellen) Kunden auf einfache Weise in einen Dialog einzutreten.

Nie vergesse ich, dass mir Geschäftsführer mittelständischer Unternehmen noch Ende der 90er Jahre sagten „E-Mail brauchen wir niemals!“, und wie sieht das heute aus?

Das Potenzial der Weblog-Kommunikation schätze ich noch höher ein, als das der E-Mail-Kommunikation.

Voraussichtlich wird dann das „Weblogprinzip“ ein anderes sein. So gut wie mir „Klein-Bloggersdorf“ auch gefällt, müssen auch „die Bewohner“ realisieren, dass sich auch „außerhalb dieser Insel“ eine „Blog-Welt“ etablieren wird – das sind m.E. Sites mit „Weblog-Charakter“, die dann eher kommerziell ausgerichtet sind, und auch teilw. mehr den Ton und die Sprache der Wirtschaft treffen. Denn auch hier gilt:

Es wächst zusammen, was zusammen gehört.

Ich empfehle jedem Unternehmen, sich schon heute mit Weblogs zu beschäftigen – Fehler werden noch verziehen – in 5 Jahren könnte die „dynamische Website mit Weblog-Charakter“ Standard sein.