Web 2.0 oder Die Zwei Seiten einer Medaille

Gefahr und Risiko – das ist die eine Seite der Medaille – was?, das haben Sie immer schon gewusst???:

„Web 2.0“ ist ein Paradies für Hacker. Wenn Sie das hier lesen, werden Sie Ihre Verbindung ins Internet sofort kappen!

Das Netz vergisst nicht! Lesen Sie auch beim PR Blogger: Die dunkle Seite des Web 2.0 .

Und die andere Seite der Medaille – ist die Existenz des Internet selbst. … Können wir es uns leisten, die Chancen dieses Mediums ungenutzt zu lassen?

Noch nie konnten wir so schnell, so einfach, so kostengünstig mit so vielen Menschen – unseren potenziellen Kunden – gleichzeitig in Kontakt kommen.

Ja, ich weiß, in Kontakt kommen, heißt kommunizieren, heißt Dialog, heißt geben und nehmen, und das macht auch Angst. Ich muss mich öffnen, ich gebe etwas von mir preis – nicht wenige tun sich schwer damit.

Sicher, wenn Sie sich im Internet bewegen, müssen Sie sich auch immer der Gefahren und Risiken bewusst sein! Aber Sie schließen ja auch nicht die Augen, wenn Sie als Fahrer mit Tempo 200 auf der Autobahn unterwegs sind, oder?

Übrigens: es gibt auch wieder neue Google Dienste – via Hirnrinde. Hier gibt es Videos der Pressekonferenz (engl.)

Wir haben es in der Hand, das „Web 2.0“ richtig zu nutzen! Für „Web 2.0“ können wir auch einen anderen – beliebigen – Begriff wählen – „das Netz“ ist m.E. nicht mehr und nicht weniger als ein weiteres – unverzichtbares!?! – Mittel zur Kommunikation und als Medium an sich weder gut noch schlecht.

Wir müssen nur die beiden Seiten einer Medaille beachten!

Die Macht der Wahrheit

Patrick Breitenbach (Blogdiplomatie) entdeckt die Wahrheit als Alleinstellungsmerkmal für Unternehmen:

In Zeiten der virtuellen Vernetzung wird das Lügen erheblich schwieriger, nahezu unmöglich. Daher sollte man lieber darauf verzichten und dem Begriff „Freier Markt“ endlich wieder eine entsprechend positivere Bedeutung zusprechen.

Lesen Sie hier den ganzen Artikel.

Verlinken – Ja, aber Wie?

Wie klappt es eigentlich mit dem Verlinken?, habe ich schon hier gefragt. Trackback, ja, aber wann, oder Pingback oder was?

Nun liefert die Bloggosphäre wieder eine Steilvorlage, und ich kann nicht widerstehen:

Die Freundin bloggt, und – wie Björn Hasse feststellt – die MacherInnen können nur alles falsch machen:

Wer nicht verlinkt, der ist doof. Wer verlinkt, der ist ein Trackback-Sauger. Wer bezahlt, der bezahlt zu wenig (andere Baustelle), wer nicht bezahlt, der macht etwas falsch (Vielleicht, man weiß nicht so genau). Wer anonym postet, der ist ein Fake, und wer für eine Frauenzeitschrift vor dem Fotoshooting eine Szenerie stellt, der fälscht Hintergründe. Oder so. Um aber auch weiter zu spiegeln: Wer die Blogs kritisiert, der sieht Frauen lieber Nähen und Kochen, wer Texte abändert, der zensiert.

Da ich in den letzten 14 Tagen nur sporadisch in Klein-Bloggersdorf war, habe ich die spannende Diskussion (andere würden sagen: Schlammschlacht!?!) in den Kommentaren hier verpasst.

Nun – auf den ersten Blick – verwundert der letzte Kommentar (datiert: 11.05.2006 – 00:20):

Hey cool, dem erste freundin-Blog hat endlich mal hierhergelinkt!

…hat auch nur über eine Woche gedauert… (Cator)

Der Kommentar verwundert aber auch nur auf den ersten Blick, denn die Verlinkung entpuppt sich als „des Pudels Kern“??? Nicht wirklich, oder doch?

Zum einen sind die deutschen blogcharts Gradmesser für die Bedeutung der Blogs (und wer möchte nicht gerne – heimlich oder unheimlich – zum erlauchten Kreis der sog. A-Lister gehören???). Für einen guten Platz in Suchmaschinen oder bei Technorati ist die Anzahl der auf das eigene Blog verweisenden Seiten (vgl. auch: Pagerank) ausschlaggebend.

Auf der anderen Seite – und das ist m.E. der wichtigere Punkt – wird die breite Online-Kommunikation erst so richtig durch die „via-Verlinkung“ in Schwung gebracht. So ist es möglich, immer tiefer in ein Thema einzusteigen und die vielfältigsten Meinungen einzuholen.

Für die Verlinkung gibt es zwei Verfahren: Pingback und Trackback. Zu den Vor- und Nachteilen siehe auch hier.

Pingback oder Trackback? Welche Bedeutung hat die Verlinkung für die Bloggosphäre und wie wird richtig verlinkt, das ist hier die Frage?, die ich gerne an die Leser weitergebe …

Virtuelle Messe – LP-ClickFair

Vogel Business Medien entdecken das Internet und entwickeln ein digitales Geschäftsmodell.

Dabei handelt es sich um das sog. Lead-Generation-Modell mit dem Ziel, „dem Informationssuchenden über mehrere Mediengattungen ein umfassendes Informationsangebot zu bieten„.

Die Werbetreibenden sollen werthaltige Kundenkontakte verbunden mit dem Nachweis der Wirksamkeit ihrer Werbemaßnahmen geliefert bekommen. Geplant sind unter anderem verschiedene Online-Portale, in denen der Kunde hoch zielgruppenspezifische Informationen in den für ihn wichtigen Fachsegmenten nutzwertig – zum Beispiel in Form von sogenannten White Papers – aufbereitet bekommt.

[mehr in der Presseinfo]

Seit Februar ist die virtuelle Messe für Labortechnik, Analytik und Life Sciences – LP-ClickFair – online.

Weitere Web-Portale sollen folgen.

Vogel IT-Medien ist eine strategische Partnerschaft mit TechTarget eingegangen und will zielgruppenspezifische Websites für den deutschen IT-Markt entwickeln.

via Hugo E. Martin

Unser Vertrauen und die Statistik

… ja, es geht wieder um eine Befragung:
BBC/Reuters/Media Center Poll: Trust in the Media.

Getreu dem alten Motto „Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“, schauen wir mal wie das Weblog so wegkommt.MediaTrust

Dem nationalen Fernsehen und den nationalen und regionalen Zeitungen vertrauen 82% bzw. 75%.

Internet-Seiten und Weblogs tragen mit 38% bzw. 25% die rote Laterne.

Sehr ausführliche und weiterführende Informationen zu der Studie finden Sie bei BasicThinking.

Überraschen uns diese Zahlen wirklich? Wo erwarten Sie am ehesten seriöse und objektive Informationen???

Also, alles im grünen Bereich, oder doch nicht? Golem titelt:

Menschen vertrauen Medien, nicht der Politik oder Blogs

und dieser Titel bringt Unruhe nach Klein-Bloggersdorf.

Allerdings werden hier Birnen mit Äpfeln und Äpfel mit Pflaumen verglichen …

… And the Winner is … : das Weblog natürlich!!!

Patrick Breitenbach begründet das hier ausführlich. Er führt u.a. an:

  • Blogs sind keine konventionellen, journalistischen Medien. Ihre Aufgabe ist es nicht professionell zu recherchieren.
  • Blogs sind nur bedingt objektive Nachrichtenquellen. Es ist jedenfalls nicht der Anspruch von Blogs eine objektive Nachrichtenquelle zu sein. Daher ist deren Einbezug in die Studie sowieso fragwürdig.
  • Die Entfaltung der Blogosphäre ist noch lange nicht abgeschlossen. Sie dehnt sich derzeit sehr schnell, wie nach einem Urknall, aus.

Studie hin, Statistik her:

Letztendlich vertrauen wir Menschen! – unseren Freunden und Bekannten.

Via Weblog (als Medium = Blog-Trommel) haben wir die Chance, besser und schneller mit Freunden und Bekannten zu kommunizieren und darüberhinaus – dank der technisch einfachen Verlinkung mit Ping- und Trackback sowie über die Kommentarfunktion – ein „Empfehlungsnetz des Vertrauens“ zu bilden.

In diesem Sinne gilt: „die Entfaltung der Blogosphäre ist noch lange nicht abgeschlossen. Sie dehnt sich derzeit sehr schnell, wie nach einem Urknall, aus.“ (Patrick Breitenbach)

Kommunizieren, Aber Wie?

Sag mir wie und wo Du bloggst, und ich sage Dir, wer Du bist. – Nein! – So simpel ist die (Blogger-)Welt nicht gestrickt.

Dem „Phänomen“ Blogging kommt man nicht mit Hilfe von Standard-Umfragen zum Ankreuzen, wie dieser hier, auf die Spur.

Warum?, das bringt Martin Röll hier auf den Punkt:

Blogger sind nicht nur Blogger. Sagt mal, für wie trivial haltet Ihr uns eigentlich?

[..]

Weblog-Forschung darf den Kontext des Weblogs nicht vernachlässigen. So wie die Weblog-Linksbeziehungs-Analytiker gemerkt haben, dass Beziehungen zwischen Bloggern auch ohne Links bestehen können, so wie Weblog-im-Glaskasten-Beobachter gemerkt haben, dass Blogger nicht nur im eigenen Weblog bloggen, sondern z.B. auch anderswo kommentieren, so müssen sich die „ich befrage einen Weblog-Autor“-Forscher im Klaren darüber sein, dass sie nur einen Teil der Online-Kommunikation eines Nutzers betrachten.

Doch ganz langsam – und noch sehr verhalten – wird das Thema „Weblog“ nun auch „im Business“ diskutiert.

Dann wird ganz einfach von „Corporate Blogs“ gesprochen – hmm: wieder wird über einen Kamm geschert.

Wer braucht eigentlich schon Corporate Blogs? – Lesen Sie diesen sehr ausführlichen Artikel unbedingt bei Blogdiplomatie!!!

Meine Antwort auf diese Frage lautet schlicht und einfach: Niemand!

Sind Sie jetzt überrascht? Vielleicht erinnern Sie sich noch an folgenden Dialog aus einem Werbespot einer bekannten IT-Firma?:

A: Hier steht, wir müssen ins Internet!
B: Warum?
A: Das steht hier nicht!?!

Geschichte wiederholt sich …

… und Unternehmen müssen kummunizieren (und kooperieren); sie müssen ihre Kunden da abholen, wo diese sich gerade befinden!

Für manche können Weblogs ein Weg zum Kunden sein, in anderen Fällen reicht eine „herkömmliche“ Internet-Seite völig aus … oder eine Site, die mehr nach dem Vorbild eines Journals oder einer Zeitschrift realisiert wird.

Finden Sie heraus, mit wem Sie wie kommunizieren wollen und wählen Sie dann die dazu passenden Medien und Techniken!

Hierzu passt ein Zitat von Lewis Carroll aus Alice im Wunderland:

„Wohin soll ich von hier aus gehen?“
„Das hängt in beträchtlichem Maße davon ab, wo du ankommen willst.“.

Yahoo!Tech ist am Start

Nach eigenen Angaben will Yahoo! mit Yahoo!Tech eine benutzerfreundliche Plattform schaffen, die die Produktauswahl für „Nicht-Techniker“ erleichtert. Konsumenten und Profis bewerten die verschiedenen Produkte und geben Tipps.

YahooTech

Jeder kann sich anmelden und eigene Bewertungen und Informationen personalisiert ablegen. Ein Flashvideo erklärt die ersten Schritte.

via BasicThinking und Charlene Li’s Blog

So spricht die Blogosphere

David Sifry von Technorati veröffentlicht die neuen Wachtumszahlen der Blogosphere:

  • Technorati now tracks over 35.3 37.3 Million blogs
  • The blogosphere is doubling in size every 6 months
  • It is now over 60 times bigger than it was 3 years ago
  • On average, a new weblog is created every second of every day
  • 19.4 million bloggers (55%) are still posting 3 months after their blogs are created
  • Technorati tracks about 1.2 Million new blog posts each day, about 50,000 per hour

Es überrascht vielleicht, dass im März 2006 weniger als ein Drittel aller Weblog-Einträge in englischer Sprache verfasst worden sind.

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Der Anteil japanischer und chinesischer Blog-Schreiber nimmt zu – Tendenz steigend.

Nur etwa 1 Prozent aller Weblog-Beiträge werden in deutsch verfasst.

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Nahe zu die Hälfte aller Beiträge werden mit Kategorien oder Schlagworten – sog. Tags – versehen.

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Sifry’s Kernaussagen:

  • The blogosphere is multilingual, and deeply international
  • English, while being the language of the majority of early bloggers, has fallen to less than a third of all blog posts in April 2006.
  • Japanese and Chinese language blogging has grown significantly.
  • Chinese language blogging, while continuing to grow on an absolute basis, has begun to decline as an overall percentage of the posts that Technorati tracks over the last 6 months.
  • Japanese, Chinese, English, Spanish, Italian, Russian, French, Portuguese, Dutch, and German are the languages with the greatest number of posts tracked by Technorati.
  • The Korean language is underrepresented in this analysis.
  • Language breakdown does not necessarily imply a particular country or regional breakdown.
  • Technorati now tracks more than 100 Million author-created tags and categories on blog posts.
  • The rel-tag microformat has been adopted by a number of the large tool makers, making it easy for people to tag their posts. About 47% of all blog posts have non-default tags or categories associated with them.

Quellen:
State of the Blogosphere, April 2006 Part 2: On Language and Tagging
State of the Blogosphere, April 2006 Part 1: On Blogosphere Growth

weitere Artikel bei einfach persönlich:
Technorati – Welche Sprache spricht Blogosphere?
Technorati – Wie wächst die Blogosphere aktuell?