Der Wahnsinn 2.0

Innerhalb sehr kurzer Zeit hat sich ein Hype 2.0 aufgebaut, der mich erschreckt!!!

Der Wahnsinn 2.0: In manchen Kreisen scheint es en vogue zu sein, alles – ob passend oder unpassend – mit 2.0 zu dekorieren. Mit dem Ergebnis, dass xyz 2.0 bereits jetzt mein Unwort des Jahres ist!

Mich erinnert das wieder an die Zeit, als jeder der „Internet“ schreiben konnte, der große King war. Jede Firma, die was auf sich hielt, musste ein „dotcom“ im Namen führen … dann kam der große Absturz.

Was ist heute? – kein halbes Jahrzehnt später: 2.0, 2.0, 2.0, …

Der letzte Schrei: PR 2.0 Essentials (PDF, 30 Seiten)

The 2.0 Reference Guide is a living document to help PR practitioners understand and navigate through the – sometimes scary often challenging but definitely exciting – PR 2.0 landscape.

Nein, bitte nicht!

Ja, viele Dienste – RSS, Blogging, Meme, Tagging, Podcasts, Wikis, Social Networking, Social Bookmarking, … usw. usf. – unterstützen uns bei unserer täglichen Arbeit … nur: lasst die Kirche im Dorf!!!

Und den Geschäftsführern und Verantwortlichen in den Kommunikationsabteilungen der Unternehmen, die evtl. Angst vor web 2.0 haben, sage ich: Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird!

via Moderne Unternehmenskommunikation und PR Fundsachen

Plattform für Anwenderberichte

Tue Gutes und rede darüber! Nach diesem Motto müssen Unternehmen ihre Erfolge vermarkten.

Aber wohin mit den Erfolgsgeschichten der Firma? Auf der eigenen Website werden solche Einträge schon mal gerne übersehen, zumal diese Seiten i.d.R. nicht für Suchmaschinen optimiert sind.

Die PR-Agentur conosco bietet Unternehmen nun eine Plattform für diese Anwenderberichte.

Anwenderberichte

Lesen Sie hierzu auch das Interview mit der Geschäftsführerin Stefanie Berg im CIO Weblog.

Einen weiteren lesenswerten Artikel habe ich unter den PR-Fundsachen gefunden: Mit Blog-CMS ein kleines Portal bauen.

Noch mehr Informationen finden Sie in dem PR-Kloster, dem Weblog der PR-Agentur conosco: Anwenderberichte.com nun online.

Angela Merkel zu Hause – oder Kinderfunk for Dummies

Ein Video mit unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel beschäftigt Klein-Bloggersdorf an diesem Wochenende.

Ist das alles so herrlich stussig, wie Robert Basic meint, oder steckt doch mehr dahinter?

Über Sinn und Unsinn, über die Ausführung u.a.m. streiten nun die Gelehrten Journalisten (- und solche, die es werden wollen -) in den Kommentaren z.B. hier und hier und hier und hier und …

Ich nutze mein Privileg, als Nicht-Journalist, Amateur-Schreiber und Medien-Konsument zu kommentieren.

xolotv

Lyssa aka Katharina Borchert – genau: die designierte Chefredakteurin Online und stellvertretende Chefredakteurin der WAZ-Mediengruppe – durfte Angela Merkel im Kanzleramt besuchen.

Und sogleich der erste Aufschrei: Pfui – Beziehungskiste!, denn Katharina ist die Tochter von Jochen Borchert.

Liebe Kritiker: es war doch immer schon so, Beziehungen schaden nur dem, der keine hat – wo also liegt das Problem???

Das von Lyssa geplante spontane und authentische Interview wurde allerdings sehr kurzfristig abgesagt, … die Bundeskanzlerin wurde zurück gepfiffen ruderte aufgrund plötzlicher Angst vor der eigenen Courage zurück … und herausgekommen ist eine mediengerechte PR-Inszenierung.

Je nach Erwartungshaltung, kann man dieses kritisieren. Ich erwarte nicht, dass diese neue Form des „Bürger-Journalismus“ den herkömmlichen investigativen Journalismus verdrängen sondern um eine interssante Komponente bereichern wird.

Und warum darf eine Bundeskanzlerin nicht auch mal sympathisch rüberkommen, wenn sie ganz offen ihre Medien-Auftritte reflektiert.

Es kam eines Tages jemand, der hat gesagt, dass das [Anm.d.Autors: gemeint ist der wöchentliche Video-Podcast auf www.bundeskanzleramt.de] eben ’ne Form ist, wo viele Menschen auch hingucken [..] und mich hat das interessiert.

Ich finde sowieso diese Revolution über’s Internet eine der spannendsten Dinge die stattfindet, und wir als Politiker sind da manchmal ziemlich hinterher.

Und deshalb habe ich damit angefangen, und dann ist mir irgendwie auch aufgefallen, dass es vielleicht für viele, die da gucken, noch etwas steif ist, wenn ich da immer so vom Teleprompter ablese und neulich habe ich da auch schon einmal frei gesprochen …

Alles in allem ist das Experiment gelungen. Ein Anfang hin zu mehr Authentizität, Offenheit und Transparenz. Natürlich gibt es noch viel zu verbessern, aber die einseitige und pauschale Kritik, so wie sie in einzelnen Postings und Kommentaren zum Ausdruck kommt, wird dem Projekt nicht gerecht.

… und ich bin gespannt auf weitere Produktionen …

Neu: MiFoMM Sideblog

Ein neues Sideblog? wozu? wo ich doch eher wenig Zeit zum Schreiben habe.

Das Blog macht Arbeit, aber auch viel Spaß … Leider hat mich meine Prioritäten-Liste vergangene Woche vom Schreiben abgehalten, und das, obwohl ich viele Ideen für Postings hatte … und erschwerend kam dann noch hinzu, dass diese – interessanten – Postings doch nur um 1000 Ecken zum Komunikations-und-Kooperations-Thema dieses Blogs gepasst hätten.

Deshalb habe ich kurzentschlossen ein Sideblog eingerichtet. Ein „privates“ – öffentliches – TestBlog für die Fundstücke meiner Online-Recherchen. (- „privat“ in Anführungszeichen, weil von „privat“ zu sprechen und gleichzeitig im Internet zu veröffentlichen der Widerspruch schlechthin ist!!! ;-) -)

Wozu nun das neue Sideblog? Ich möchte …

  • … einfach experimentieren und die Möglichkeiten der Online-Kommunikation testen. (- Nein: ich teste keine Software oder Geräte o.ä.m. gegen Bares!!!, meine Erfahrungen und Erkenntnisse nutze ich zum Aufbau eigener Online-Aktivitäten, und sie fließen in meine Beratungstätigkeit ein, eine sehr indirekte Re-Finanzierung also :-) -)
  • … über unsere Online-Erfahrungen und -Aktivitäten berichten. (- also eCommerce und eBusiness aus der Praxis für die Praxis -) – und damit will ich auch etwas an die „Community“ zurückgeben.
  • … Recherche-Fundstücke vorstellen und evtl. kommentieren, die in keines unserer Themenblogs passen.
  • … aktuelle Themen diskutieren, die in Kleinbloggersdorf für Aufregung sorgen.
  • … mal sehen, was sich sonst noch entwickelt … :-)

Hier in diesem Blog geht es im weitesten Sinne um Kommunikation und Kooperationen und die diesbzgl. Abläufe und Prozesse in mittelständischen Unternehmen und die sog. (e)Business-Prozess-Optimierung ;-) …

… in Das PM-Blog schreibe ich zu Projekt-Moderation und über Methoden für das Projektmanagement …

… und ansonsten – auch zu Klatsch und Tratsch Diskussionen aus Kleinbloggersdorf – rüber zum Sideblog :-)

JupiterResearch zu Corporate Blogging

Am 26. Juni veröffentlichte JupiterResearch eine Pressemitteilung, die auf großes Interesse in der Blogosphäre stieß.

Nach einer aktuellen Studie …

  • … planen 35% der großen Unternehmen den Start von Corporate-Weblogs in 2006
  • … nutzen fast 70% der großen Unternehmen bis Ende 2006 ein Corporate-Weblog

JupiterResearch, a leading authority on the impact of the Internet and emerging consumer technologies on business, reveals that 35 percent of large companies plan to institute corporate Weblogs this year. Combined with the existing deployed base of 34 percent, nearly 70 percent of all site operators will have implemented corporate blogs by the end of 2006.

Hmm … !?! … dann wird ja auch die folgende Liste schnell umfangreicher :-)

Global1000
Link: Global 1,000 Business Blogging

Nehmen Sie auch die Fortune 500 Business Blogging Wiki-Liste zum Vergleich: demnach nutzen 29 (=5,8%) der Fortune 500 ein Weblog – Stand vom 18.04.2006.

Gehen wir von dieser Basis aus, dann ist es noch ein weiter Weg bis zu den Jupiter-Zahlen … aber wie kommen diese Jupiter-Zahlen überhaupt zustande? Diese Frage stellt auch Fard Johnmar:

The problem with this report is that it is confusing. Is it true that we’ll start seeing corporate blogs pop out of the woodwork in 2006? We are currently six months into the year. Where are all of the corporate blogs?

Er sieht sich die Studie näher an und kommt zu folgendem Urteil:

I can’t say that purchasing the report for a cool $750 provided me with much more insight into how JupiterResearch conducted this survey or how it made its conclusions. I learned nothing from the report that I couldn’t have gleaned from the press release.

Sein Posting ist lesenswert :-)

Ach so, und darüber hinaus verspricht JupiterResearch noch, dass sich Blog-Berater eine goldene Nase verdienen können ;-) :

According to a new report, „Corporate Weblogs: Deployment, Promotion, and Measurement,“ currently 64 percent of executives spend less than $500,000 to deploy and manage corporate Weblogs.

… wir dürfen gespannt sein.

siehe auch:
Klaus Eck: Blog-Euphorie bei Jupiter
Olaf Nitz: Corporate Blogs als Buzz-Generator?
Ansgar Zerfaß: Business-Blogs: Investieren die Großen oder dominieren die KMU?