Das Netz zum Mitmachen

Social Commerce für Skeptiker – Sind die Nutzer überfordert? Jochen Krisch lässt zwei eCommerce-Spezialisten zu Wort kommen.

Wer keine Freunde hat, mietet sich welche – kein Witz!-oder doch? :):

Auf vielen Social Network Plattformen, die eigentlich hochgelobt für ihre „sozialen Interaktionen“ sind, beschränken sich die meisten Interaktionen darauf, sich selbst möglichst Attraktiv darzustellen und so den eigenen virtuellen Marktwert zu erhöhen.

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Wer nun aber, auf die wenigen obigen Kriterien beschränkt, zu den Marktverlierern zählt (zu unattraktiv, zu wenig Freunde), kann sich bei Fake-your-space Freunde erkaufen, die das eigene Profil auf verschiedenen Social Network Plattformen aufwerten.

Das AAL-Prinzip – Andere Arbeiten Lassen – und Christian Stöcker schreibt:

Das Internet entwickelt sich zum Arbeitsmarkt für Mikrojobber und Minutenlöhner. Amateure stellen billigst ihre Arbeitskraft zur Verfügung – und kritzeln online zum Beispiel Schafe, für zwei Cent pro Stück. Im Netz wächst ein globales Proletariat heran.

Ein neuer Name für das Phänomen ist auch schnell gefunden: „Crowdsourcing“ …

und dieser Begriff trifft es vielleicht noch besser: Es geht um Outsourcing. Nicht an eine Firma sondern an die Masse, die Crowd der Netznutzer.

Wie das in der Praxis aussehen kann, demonstriert Amazon mit dem Web-Service „Mechanical Turk„:

Complete simple tasks that people do better than computers. And, get paid for it.

Das beste Beispiel für MTurk sind die 10.000 Schafe, die Aaron Knoblin für zwei US-Cent je Schaf zeichnen lässt. Knoblin beschreibt sein Experiment „The Sheep Market: Two Cents Worth“ in dieser Word-Datei (engl. via: The Sheep Market Thesis).

openBC wird zu XING

Der „Wochenend-Aufreger“ der Blogosphäre ist die Umbenennung von openBC in XING.

openBC? Der Open Business Club?

Wir bauen auf einen Namen, der im internationalen Wettbewerb funktioniert und bestehen kann. Im Chinesischen hat er eine tolle Bedeutung („can do“, „es ist möglich“), für uns Europäer ist er einfach, kurz und prägnant und auch im Englischen liegt die Bedeutung auf der Hand. Lars Hinrichs

Ja!

Nachdem es die Spatzen schon hier und hier von den Dächern gepfiffen haben, folgte auch sehr schnell die Bestätigung auf dem openBC-Blog.

„openBC“ war als Marke sehr gut in Deutschland eingeführt und die Notwendigkeit einer Änderung ist für viele nicht nachvollziehbar – und wahrscheinlich werden auch Mitglieder und potenzielle Neu-Mitglieder abgeschreckt. Die Diskussion ist jedenfalls schon im Gange.

Und mit diesem Ansatz finden wir natürlich auch einen Bezug zum „Standort Deutschland“. OpenBC ist ein Deutsches Produkt. OpenBC wurde in Deutschland von einer deutschen Firma entworfen und zur jetzigen Stellung geführt. Findet mit der neuen Namensgebung nun eine Abkehr von der deutschen Heimat statt? Oder bringt „Xing“ nun den globalen Durchbruch und damit die Markführerschaft im Segment der „Sozialsoftware“? A.Thimm, Foren-Moderator der oBC-Gruppe Standort Deutschland

Es jedem recht zu machen, kann allerdings auch nicht der Anspruch sein, das wird nicht funktionieren … und Bedenkenträger gibt es überall.

M.E. ist dieser Schritt hin zu einer globalen Marke richtig und auch konsequent. Ob der Begriff „XING“ richtig gewählt ist, muss sich zeigen. Ich bin sicher, jeder andere neue – und deshalb ungewohnte – Begriff hätte ebenso eine Diskussion ausgelöst … und wer viel fragt, bekommt auch viele Antworten.

weitere Artikel:
OpenBC benennt sich um: Xing
XING Sala Bim: Der Tag danach
Einladung zur Xing-Mitgliedschaft
Blogger-Ethik – vorauseilender Gehorsam oder/und nachwirkende Ergebenheit
OpenBC: Achtung XING kreuzt
Xinging in the Rain

Dynamik der Web-Kooperation

Teambildung via Internet – so geht’s!

Web Standards Map 1

Am 15. März startete Stefan Asemota sein Projekt Webstandard-Spezialisten in Deutschland auf frappr.

Die Gruppe startete am 16. März mit 7 Mitgliedern …

Web Standards Map 2
… und am 17. März haben sich schon 51 Mitglieder registriert.