Noch ein Blog mir dem Schwerpunkt Diskussion – geht das?

Heute geht für viele das neue Arbeitsjahr 2010 so richtig los … und ich stehe vor der Frage, wie ich dieses Blog so füllen kann, dass es interessierte Leser anlockt und zu spannenden und zielführenden Diskussionen reizt.

Aber womit kann ich meine Leser begeistern und zum Mitdenken und Mitmachen anregen? Oder anders gefragt, brauchen wir neben Twitter, Facebook, Xing … noch so eine Diskussionsplattform wie dieses Blog? Oder ist die Karawane längst weitergezogen? Wenn ja, wohin?

In einem Seminar wäre jetzt der Zeitpunkt für eine Erwartungsabfrage gekommen; und ich stelle die Frage auch hier in den Raum:

Was erwarten Sie von diesem Blog? – Was möchten Sie hier lesen?

Oft heißt es, das Mediennutzungsverhalten ändere sich, nicht nur bei der jüngsten Generation sondern quer durch alle Altersgruppen.

Aber was verändert sich da genau? Wie verändern sich unsere Erwartungen. Welche Rolle können Weblogs in einem neuen Medienmix spielen? … Viele Fragen, wenig Antworten.

Können wir gemeinsam Antworten finden? Über welche Themen wollen Sie sprechen? Reden wir darüber, denn der Schwerpunkt dieses Blogs soll auf dem Gespräch liegen..

Schauen Sie sich die diversen Gruppen in den Netzwerken an, lesen Sie Blogs und beteiligen Sie sich an Gesprächen. Und haben Sie keine Angst, etwas Falsches zu schreiben! Es geht fast nie um richtig oder falsch, sondern ganz häufig um Erfahrungen, um das Teilen von Wissen. Christian Henner-Fehr

Ich beginne heute mit … (*tusch*) …

… Social Media – den sozialen Medien; und ich brauche keine Glaskugel, um festzustellen, dass das Thema Social Media uns auch in diesem Jahr weiterhin sehr stark beschäftigen wird.

Kerstin Hoffmann – alias @PR_Doktor – hat sehr gut herausgearbeitet, was hinter diesem Schlagwort steckt: Social Media sind anders – Public Relations aber auch – Leseempfehlung!

Aber auch jenseits vom Hype nimmt die Internet-Nutzung stetig zu; immer mehr Haushalte haben Zugang zum schnellen Internet, und mit modernen Smartphones macht das Internet weiter mobil. Siehe hierzu auch die sehr gute Präsentation (Slideshare) von Matthias Schwenk auf Carta: Das Internet wird mobil: Ein Ausblick – Leseempfehlung!

Das Internet richtig nutzen, aber wie? Zu Beginn der Internet-Zeitrechnung – so anno 1997 – war die eigene Webvisitenkarte das Fenster zur Welt; heute ist das Internet weitaus komplexer, die Möglichkeiten sind vielfältiger:

socialmediaprisma-by-ethority

Social Media Prisma für den deutschen Markt

Das speziell für den deutschen Markt angepasste Social Media Prisma –  oben nur halb abgebildet – beschreibt Sabrina Panknin in dem Artikel: ethority präsentiert: Das erste Social Media Prisma für den deutschen Markt.

Wer sich näher mit dem Social Media Prisma beschäftigen möchte, der kann z.B. bei Brian Solis einsteigen: Introducing The Conversation Prism.

Und bleiben wir noch ein bisschen bei Social Media: Eine sehr umfangreiche Liste hat Daniel Lütof zusammengestellt: Übersicht Social-Media-Dienste

Wie Unternehmen von Social Media profitieren können, verdeutlicht Lee LeFever – von commoncraft –  in dem folgenden Video sehr überzeugend – in plain English:

Und der Return on Investment? Diese immer wieder gestellte Frage ist berechtigt! Social Media Aktivitäten kosten Zeit – sehr viel Zeit; Stefan Pfeiffer hat einen lesenswerten Artikel verfasst: Was soll die Aufregung um ROI und Social Media? – Leseempfehlung!

Welche Werkzeuge und Dienste können wir nutzen?

Hierzu gebe ich wieder nach nebenan zu Stefan Pfeiffer: Mein Arbeitsplatz von heute – wie er (und meine Web 2.0 Tools) sich gewandelt haben – ich auch? – Leseempfehlung!

Es gibt unzählige Dienste – über deren Sinn man auch trefflich streiten kann; für jeden ist allerdings etwas dabei!

Mein erster „sozialer Dienst“ war del.icio.us – eine Linksammlung. Zunächst habe ich meine Fundstücke dort abgelegt, habe dann aber auch die öffentlichen Listen von Anderen genutzt, um interessante Quellen zu finden; so ist mein erstes Netzwerk im Internet bei del.icio.us entstanden.

Neben del.icio.us nutze ich heute noch Mister Wong und Diigo für meine Lesezeichen.

Linksammlungen und Aggregatoren, wie z.B. FriendFeed und Lifestream.fm, sind auch heute noch ein guter Einstieg; verfolgen Sie, was andere im Netz machen – ohne aufdringlich zu werden.

Sie können sich auch selbst im Netz vorstellen. Hierzu bieten sich Profilseiten und Kontaktnetzwerke an. Dienste für das Ego oder mehr? Ich experimentiere mit Google-Profil, myON-ID, mynameise, yiid, … facebook, facebook für Domus Apart, linkedIn, xing, … irgendwie versuche ich, alles mit allem zu vernetzen, so dass sich jeder – der das möchte – auch selbst durchklicken kann … finden und gefunden werden – die Reputation im Netz ist wieder ein großes Spielfeld.

Die Übergänge von Profilseite zu Kontaktnetzwerk sind fließend, die meisten Dienste bieten nicht nur Möglichkeiten zur Vernetzung, sie erwarten auch, dass die Mitglieder sich verbinden; Freunde adden, heißt das auf Neusprech. Und – Wie adde ich nun Freunde? – das ist eine gute Frage für eine interessante Diskussion; wer beginnt mit Vorschlägen?

Die Auswahl an Diensten und Netzwerken ist groß, und für mich ist das eine interessante und spannende ‚Spielwiese‘; manchmal frage ich mich auch: Wer bin ich? Welche Dienste allerdings relevant sind oder werden, das kann nur jeder für sich selbst herausfinden. Die eierlegende Wollmilchsau wird es m.E. nie geben. Ich erwarte allerdings eine Konsolidierung.

Der nächste Schritt ist, selbst im Mit-Mach-Netz zu publizieren. So um 2006 herum, da war Kleinbloggersdorf noch sehr übersichtlich und gut überschaubar; heute sind Blogger zwar keine Exoten mehr, aber wir haben die Qual der Wahl unter verschiedenen Publikationsformen – von Statusmeldungen – z.B.  bei Twitter – bis hin zu Fachartiklen bei Online-Magazinen. Irgendwo dazwischen liegen noch Schnipselblogs, wie z.B. mein Posterous … für jeden ist mit Sicherheit etwas dabei, will sagen: es gibt keinen Grund mehr, nicht zu publizieren.

Und hier schließt sich der Kreis. Der Medienwandel und der Wandel der Mediennutzung … ist längst in vollem Gange.

Ich freue mich auf Ihre Kommentare, Meinungen, Anregungen, Ergänzungen … und ich hoffe auf viele interessante, spannende und weiterführende Diskussionen.

Bitte lassen Sie mich nicht alleine … Danke!

:-) Rainer Helmes

Corporate Blogs – uninteressant für kleine und mittelständische Unternehmen?

Ich habe hier auf die aktuelle Studie „Elektronischer Geschäftsverkehr in Mittelstand und Handwerk – Ihre Erfahrungen und Wünsche 2007“ des Netzwerks Elektronischer Geschäftsverkehr hingewiesen.

Einen Punkt möchte ich herausgreifen:

Welche Bedeutung haben die verschiedenen Informations- und Beratungsangebote?

wgthGanz oben auf der Wichtigkeits- und und ziemlich weit oben auf der Zufriedenheitsskala stehen Websites mit Information und auf beiden Skalen ganz unten stehen Blogs – in der Studie irreführenderweise als „Webtagebücher“ bezeichnet.

Das überrascht mich – und überrascht mich auch wieder nicht.

Blogs sind zwar, wie es in der Studie heißt, „in aller Munde“, haben aber „im Business“ einen eher negativen Anstrich – Webtagebücher eben. Aber, wie lange haben die „normale Homepage“ und die E-Mail gebraucht, bis sie die heutige Bedeutung erlangt haben?

Wenn Sie sich selbst ein Bild machen wollen, dann …

… ist die Newcomer Business Blogserie genau das Richtige für Sie! Burkhard Schneider stellt in loser Folge Business Blogger und ihre Blogs vor. Eine Zwischenbilanz zieht er hier.

Meine Antwort auf die Eingangsfrage:

Corporate Blogs sind interessant für kleine und mittelständische Unternehmen!

Ich freue mich auf Ihre Meinungen, Anmerkungen usw. usw. in den Kommentaren und – wie immer – gerne auch per E-Mail :) )))
Rainer Helmes

Der (Un-)Sinn der Corporate Blogs

Seit ein paar Tagen ist die aktualisierte Liste der Top 100 Business Blogs online.

Aktualisiert heißt auch bereinigt, denn:

In der Regel wird der Aufwand, den die Pflege eines Blogs bedarf, unterschätzt. Solange die Blogs aber nicht als strategisches Ziel im Unternehmen verankert werden und als wichtiges Kommunikationsinstrument ernst genommen werden, fällt es manchen Unternehmen leicht, ein solches (Rand-)Projekt wieder einzustellen.
Klaus Eck, PR Blogger

Aber was ist das strategische Ziel? Wann lohnt der Aufwand?

Ja, ich kann mir solche strategischen Ziele vorstellen! So nur zum Beispiel:

  • das gesamte Web-Projekt besser in den Trefferlisten der Suchmaschinen positionieren; s.a.: Verlinken – Ja, aber Wie?
  • das Blog als Mittel zur Kunden-Akquise einsetzen
  • Einnahmen über den Verkauf von Werbeflächen erzielen

Keine Frage, diese strategischen Überlegungen sind wichtig! Viel wichtiger für einen langfristigen Erfolg sind allerdings gute inhaltliche Angebote, die die Leser binden sowie die Bereitschaft zur Diskussion mit den Lesern.

Und dann genügt vielleicht auch einfach die Freude am Schreiben und der Spaß am Dialog als Motivation für ein – erfolgreiches? – Corporate-Blog.

Mein Fazit: Bloggen muss Spaß machen – dann sind auch Corporate Blogs sinnvoll. Man darf nur seine Zeit nicht rechnen :) )))

Rainer Helmes

Saftblog der Kelterei Walther vor dem Aus?

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) mahnt die Kelterei Walther wegen Rufausbeutung, Urheberrechtsverletzung, Irreführung, Markenrechtsverletzung… ab.

Dieses Blog wollten wir nutzen um mit Kunden, Interessenten und anderen zu kommunizieren. Wenn wir nicht über Dinge reden/schreiben dürfen, die uns über das Geschäft hinaus beschäftigen, dann wird dies hier zu einer Walthers-Werbeveranstaltung – und das ist nicht Sinn der Sache.
Kirstin Walther

Worum geht es? In zwei Artikeln beschäftigt sich Geschäftsführer Jörg Holzmüller mit „Olympia“:

Schon diese Überschriften erregen den Unmut der Anwälte. Kirstin Walther schreibt in einem Kommentar:

Die Herren Anwälte nennen die beiden Überschriften „Slogans“. Zitat: „Beide Slogans sind von Ihrem Geschäftspartner Jörg Holzmüller verfasst und dienen offensichtlich als „Meta-Tag“ um potentielle Kunden auf Ihr Angebot aufmerksam zu machen.“ Aber das ist ja nur eine von vielen Anschuldigungen… Das ganze Teil hat 17 Seiten!

Diese Leistung ist m.E. nicht olympiaverdächtig. Hier gibt es weitere Beiträge zum Thema.

Getroffene Hunde

Nein, Blogs sind (noch) nicht Mainstream! – Und das ist vielleicht auch gut so!?

Dennoch: Blogs sind mehr als „Tagebücher einsamer Träumer“ :) – ich bin immer wieder überrascht, wieviele Unternehmer auch bereits „Kontakt“ mit Weblogs haben.

Ob da wohl jemand Angst vor einer bestimmten Entwicklung hat? – oder salopp ausgedrückt: Nur ein getroffener Hund heult! Anders kann ich diesen Beitrag nicht verstehen (via). Leseprobe:

60 Prozent der Blogs sind tot! Sicher: Die Blogosphäre ist wichtig und mag mittlerweile selbst in Deutschland eine kritische Masse erreicht haben, die ihr von Zeit zu Zeit eine öffentliche Relevanz verleiht. Noch ist Bloggen aber eine Subkultur wie Skateboarden. Die Blogosphäre ähnelt eher einem durch Trackback und RSS hochgradig vernetztem Dorf, das gerade durch die Vernetzung und der Zitat-Gegenzitat-Logik eine Illusion der eigenen Relevanz produziert. (tobias-moorstedt)

Öffentlichkeitsarbeit, PR-Krisen und Blog-Skandale

Aktive Blogger können eine Marke in weniger als einem Tag aufbauen oder vernichten (via)

Blogger sind vernetzt und die „Blog-Trommeln“ sind wichtige Informationsträger der Internet-Gemeinde. Dieses beweist nicht zuletzt die von Robert Basic aufbereitete Blog-Skandal-Liste. Die dort gen. PR-Krisen haben z.T. zu regelrechtem „Sautreiben“ in Kleinbloggersdorf geführt. Sogar das Wort von der Rudelbildung machte die Runde.

O.K. – so weit, so gut?! Jetzt werden Sie wahrscheinlich fragen: „wie hängt das eine mit dem anderen zusammen – sprich: die einleitende Schlagzeile mit den von Robert gen. Krisen? Und – noch wichtiger – was hat das mit mir und meinem Unternehmen zu tun?“

Kurze Antwort: wenig bis gar nichts, wenn Sie einen großen Bogen um das Internet machen und mit Weblogs, Bloggern und Co. nichts am Hut haben – ansonsten sehr viel. Da Sie hier mitlesen, dürfte der zweite Teil der Antwort für Sie zutreffen :) )))

Der Schlüssel: in jeder Krise liegt auch eine Chance! Nutzen Sie das Blogger-Netzwerk für Ihre positive Selbstdarstellung. Getreu dem Motto: Tue Gutes und rede darüber!

Das größte Problem, das viele Unternehmen und PR-Agenturen mit dem Internet i.Allg. und mit Bloggern im Besonderen haben, heißt „Angst vor Kontroll-Verlust“!

Am größten ist die Befürchtung, dass schon kleine Fehler oder Nachlässigkeiten sich blitzartig weltweit verbreiten und zu ungeahnten Schäden in den Unternehmen führen.

Und außerdem, wo kommen wir hin, wenn jeder einfach seine Meinung schreiben kann?

Was berechtigt eigentlich jeden Computerbesitzer, ungefragt seine Meinung abzusondern? Und die meisten Blogger sondern einfach nur ab.

Sehr schnell wird dann der Ruf nach Kontrolle laut!

Gefahr gehe auch von Internet-Foren aus, die nicht kontrollierbar seien…

Vergessen Sie das! Weblogs und Internet-Foren sind nicht kontrollierbar.

Hier hilft nur eins: radikal umdenken! Feedback akzeptieren, und sinnvolle Vorschläge ggf. umsetzen. Auf unberechtigte Kritik offen und direkt antworten.

Und hiermit schließe ich dann den Bogen zu dem Zitat am Anfang. Es heißt dort weiter:

Firmen sollen keine Beziehung zu ihnen (Anm.d.A.: den Bloggern)vortäuschen, oder sie werden einen Gegenschlag erleben. Um Blogger auf ihre Seite zu ziehen, sollten die Unternehmen das Vertrauen der Blogger erwerben, indem sie zunächst eine ehrliche und transparente Beziehung aufbauen. Sie sollten sie kennen lernen und ihnen die Instrumente zur Verbindung mit ihresgleichen und zur Verbreitung von Nachrichten geben.

Wer sagt denn, dass das einfach ist? Wenn Sie hier mitlesen, sind Sie aber schon auf einem guten Weg :) )))

Rainer Helmes

Erster Business-Blog-Karneval: Akquise für Selbständige

Blog-Karneval: Jubel, Trubel, Heiterkeit!?! Na klar!

Elke Fleing (selbst und ständig Weblog) initiiert den 1. Business-Blog-Karneval im deutschsprachigen Raum. Bei Robert habe ich erstmals von der tollen Idee gelesen . Netzwerke und Kooperationen (- nicht nur via Internet -) sind mein Thema und da habe ich mich natürlich über die Einladung zur Teilnahme sehr gefreut.

blog karneval web

[..] für Kleinunternehmer und Freiberufler, möchte ich einen Blog-Karneval starten.

THEMA: Akquise: Kunden und Aufträge finden und gewinnen. Wichtige und nützliche Tipps für FreiberuflerInnen, Einzel- oder KleinunternehmerInnnen.

Das klingt gut! Und die Resonanz zeigt, dass die Aktion sehr gut angenommen wird.

Was das genau ist – ein Blog-Karneval – beschreibt Elke auf ihrem Blog. Und auch Robert hat schon einiges dazu geschrieben .

Ich denke, die Zeit ist reif für dieses Experiment. Ganz zwanglos entsteht ein Experten-Netzwerk. Und die Leser der teilnehmenden Blogs erhalten nicht nur ein umfangreiches Wissens-Dossier zu dem ausgewählten Thema sondern lernen gleichzeitig viele neue Blogs kennen, in denen sie dann auch weiterführende Informationen zu angrenzenden Themen finden können.

Viele Blogger haben bereits ihre Teilnahme zugesagt, und damit ist dieses Projekt auch ein gutes Beispiel für eine „Rudelbildung“ im positiven Sinne. Vielleicht verhilft es auch dazu, dass viele neue Leser in die Blogosphäre eintauchen. Also weitersagen: es ist Karneval in Kleinbloggersdorf …

Blog-Vermarktung? – Blog-Beratung?

Weblogs sind in! Nach David Sifry verdoppelt sich die Anzahl der Weblogs alle 6 Monate. Die Blog-Suchmaschine Technorati verzeichnet z.Z. mehr als 50 Millionen Blogs weltweit.

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Screenshot aus: State of the Blogosphere, August 2006

Nun, wen wundert es dann wirklich, dass da bei dem einen oder anderen die $-€-$-€-Folge im Auge blinkt???

Ein Blog-Vermarkter fällt vom Himmel und mancher sog. Blog-Berater will den Unternehmen weiß machen, das Weblog sei heute die einzig richtige Kommunikationsform.

Aufgepasst! Das Weblog aufsetzen ist kinderleicht, aber dann … Blogs erzeugen keine Dialoge! … Gespräche führen die beteiligten Menschen … und die neigen manchmal zur Kollerkommunikation (mit und ohne Weblog).

Naja, „Blogfallen“ – und andere Dummheiten -, die gibt es wirklich wie Sand am Meer. Dieses Beispiel habe ich gerade gefunden: Alexander Greisle muss sich gegen Content-Klau wehren – „Mein Text in Ihrem Blog“ (hier: dentalblog.info) via Copyscape. Und wenn ich richtig zwischen den Zeilen lese, dann ist ein sog. Blog-Berater involviert!?!:

Da er sich das Blog hat einrichten lassen, stellt sich die Frage nach der Kompetenz so genannter Blog-Berater. Dazu sollte es auch gehören, die Kunden über die Gepflogenheiten der Szene in Kenntnis zu setzen. Sonst ist man kein Berater, sondern ein Technik-Fummler.

Aber woher nehmen, den richtigen Blog-Berater???

Don Alphonso hat heute die Topliste der deutschen Blog-Berater aufgestellt – eine Positiv-Liste, die in Kleinbloggersdorf auf große Zustimmung stößt: Weblog-Autoren mit langer Erfahrung und hoher Anerkennung in der Blogosphäre. [Link via Robert Basic]

Mein Tipp: Lesen Sie die Weblogs der gen. Autoren. Folgen Sie den Links, und Sie werden weitere interessante Blogs finden. Diskutieren Sie mit. Nur keine Angst – auch das Schwimmen lernen Sie erst richtig, wenn Sie ins Wasser gehen.

Update:

Eine Warnung an alle Blog-Berater und die, die es werden wollen: Der Weltherrscher beweist hier, dass niemand einen solchen braucht.

Hier lesen: Blogberater ein neuer Beruf ohne Zukunft – Recht hat er, der Weltherrscher!

Blog-Vermarkter fällt vom Himmel und … landet in Kleinbloggersdorf

Kalt-Akquise ist gefährlich, wenn man sich keine Gedanken um seine Ansprechpartner macht!

Das kann ganz böse ins Auge gehen … oder führt zu einem neuen Blog

Frank Huber wollte eigentlich nur mit „erfolgreichen A-Bloggern“ über seine Ideen zur Vermarktung von Weblogs sprechen.

Also schaute er in die deutschen Blogcharts und schrieb die „Top-10-Blogger“ per E-Mail an.

Nun, da E-Mails ja auch verloren gehen können, telefonierte er hinterher.

Eigentlich ein normales und auch in weiten Kreisen akzeptiertes Vorgehen, oder?

Da aber Blogger i.d.R. sofort über alles schreiben, nahm die Kollerkommunikation ihren Lauf … ix fragte, ob jemand diesen Dr. Frank Huber kenne, und Udo Vetter – bekannter Law Blogger – setzte noch einen drauf: Cold call vom Doktor.

Natürlich wurde der „übermotivierte Werbeflächenvermarkter“ jetzt – virtuell – auf weitere Blogs gezerrt und das Sautreiben die Diskussionen konnten beginnen. Schnell sind so mehr als 300 Kommentare zusammengekommen.

Als Reaktion setzt Frank Huber ein eigenes Blog auf. Er beschreibt Die Beinahe-Kollision mit der A-Klasse aus seiner Sicht. Schon wird vermutet, diese Aktion sei geplant, um so Traffic auf das eigene Blog zu holen. Das glaube ich nicht, denn dann wäre das Blog und die gesamte Aktion m.E. im Vorfeld besser vorbereitet worden.

Was ist hier falsch gelaufen?: Frank Huber schreibt „Top-10-Blogger“ an … hmm … ich greife jetzt mal ganz willkürlich ein paar bekannte Blogger heraus (- die Liste kann beliebig erweitert werden -), und ich frage (rhetorisch):

was haben Robert Basic, Klaus Eck, Rainer Meyer aka Don Alphonso, Martin Röll, Felix Schwenzel aka ix und Udo Vetter gemeinsam???, außer vielleicht, dass sie ein Weblog führen, und auch letzteres gilt ja schon nicht mehr, da ix nur noch ins Internet schreibt

Genau hier setzt meine Kritik an Frank Huber an:

  • er schreibt eine (Spam-?-)Mail an verschiedene Personen und will ein (sehr allgemeines) Konzept verkaufen, ohne sich zuvor mit den einzelnen Adressaten zu beschäftigen …
  • auch seinem – verfrühten??? – Fazit bzgl. Blogosphäre und Blogger in Blogito, ergo sum stimme ich nicht zu, und seine diesbzgl. Verallgemeinerung halte ich für unzulässig (siehe hierzu auch meine rhetorische Frage weiter oben). Hier hat Frank Huber m.E. sehr schlecht recherchiert; auch ich möchte nicht in eine Schublade gesteckt werden …

Allerdings hätte ich nichts zu dieser „Blog-Vermarktungs-Aktion“ geschrieben, wenn ich nicht in seinem weiteren Posting Ein Hauch von Venice Beach … in deutschen Landen einige interessante Ansätze gelesen hätte, die zumindest diskussionswürdig sind.

Frank Huber hat m.E. deutlich gezeigt, dass er mit Kritik umgehen kann und auch bereit ist, dazu zu lernen.

Seinen Ideen selbst stehe ich allerdings (-noch?-) eher skeptisch gegenüber. Mal sehen, was er noch so aus dem Hut zaubert. Dennoch:

Frank Huber, herzlich willkommen in Kleinbloggersdorf … viel Erfolg!!!

Business Blogs als Instrument für Konsumentenloyalität – eine Online-Umfrage

Ingo Haupt, BWL-Student an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, bittet um Unterstützung für eine interessante wissenschaftliche Studie:

Im Rahmen meiner Diplomarbeit am Lehrstuhl für Marketing von Prof. Dr. Frank Huber führe ich eine Untersuchung durch zum Thema „Business Blogs als Instrument für Konsumentenloyalität“.
Die Zielsetzung meiner Forschungen ist es, herauszufinden welche Qualitäts-Merkmale eines Business Blogs am wichtigsten sind für Konsumenten und wie Unternehmen ihr Weblog einsetzen können, um Konsumentenloyalität zu schaffen. [..]
Ihr Unternehmen habe ich ausgewählt, da das MiFoMM Weblog ein bekanntes deutsches Business Blog ist. Daher wäre auch die Meinung Ihrer Leser besonders wichtig für diese Untersuchung.
Als kleinen Bonus für die Teilnahme an der Befragung werden drei Einkaufs-Gutscheine für je 20 € unter den Teilnehmern verlost, die den Fragebogen komplett ausfüllen.

Ich wünsche viel Erfolg! – Also hier mitmachen!!!

In seinem Weblog dokumentiert Ingo Haupt die Erstellung seiner Diplomarbeit. Sie finden dort weitere Informationen zu dieser Online-Umfrage.