Blogs = Sprachrohr des Mittelstands

Das ist eine Idee, die mir gefällt! Das ist eine Neue Dimension!

Wo in einem Forum schnell Aussagen von mehreren Personen gleichzeitig in einem Abwasch juristisch abgebügelt und zensiert werden können, indem man einfach den Forenbetreiber zur Kasse bittet, entziehen sich Blogs durch ihre Dynamik derartigen Bestreben.

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Stößt die Blogosphäre hier in neue Dimensionen vor? Wird sie auf Dauer zu einer Art „Mittelstand“ des Journalismus?

Ich weiß nicht, ob solche „cleveren“ Geschäftsgebahren – wie hier frei erfunden (lesenswert!) – in der „realen Welt“ vorkommen, ich weiß aber, dass Weblogs eine ganz neue Bedeutung für kleine und mittelständische Unternehmen bekommen, die ich selbst bis vor Kurzem so in dieser Art nicht für möglich gehalten hatte!

Es geht nicht mehr „nur“ um die Frage der freien Meinungsäußerung, es geht auch nicht um „Traffic für egozentrische Blogger“! Kleine Unternehmen und auch Einzelpersonen erhalten eine wirkungsvolle Möglichkeit, sich Gehör zu verschaffen. Sie benötigen keinen aufwendigen Apparat, keine ganzseitigen Zeitungsanzeigen und keine teuren Werbespots, Weblogs kommunizieren effektiver, und Weblogs sind nicht zu kontrollieren; ich weiß, das gefällt nicht jedem.

Die Diskussion um die Bedeutung von Weblogs für den Mittelstand erhält eine neue Dimension.

Update

Das habe ich gerade beim PR Blogger gefunden: tolles Beispiel zum Weblog-Marketing! Ähnliche Aktionen können sich auch kleine Unternehmen leisten.

euroweb-Pandemie – um was geht es?

Wird „mit Euroweb nur eine Sau durch Klein-Bloggersdorf getrieben?“, wie Mattlog zu Recht fragt, oder findet diese Diskussion auch den Weg in die Printmedien?

Technorati-Zahlen sind das Eine, die Aufmerksamkeit der „breiten“ Öffentlichkeit das Andere, und Klein-Bloggersdorf ist keine autonome Insel sondern Teil unserer Gesellschaft.

Der Netzgärtner weist hier noch auf weitere „Maulkörbe“ hin und schreibt:

Während die einen bäuerlich derb meinen, daß „die Sau durch durch die Blogosphäre getrieben wird“, knöpft sich ein süddeutscher Pressedienst fast unbemerkt einen der ganz kleinen User vor und versucht ihn über den Thresen – oder genauer – über den Richtertisch zu ziehen.

Um was geht es aber wirklich?

Diese Frage wird jeder für sich anders beantworten! – es geht auch um die (Macht-)Interessen einzelner Gruppen … doch das ist nicht mein Thema.

Es geht um Kommunikation! – und Weblogs verändern die Art und Weise wie wir miteinander kommunizieren:

  • Weblogs sind einfach zu betreiben, und jeder kann seine Meinung jederzeit äußern. (ob das anderen passt, oder nicht)
  • Weblogs haben eine beliebig große Reichweite, in kürzester Zeit ist jede Meinungsäußerung weltweit abrufbar.
  • Weblogs haben ein „Gedächtnis“, jede Meinungsäußerung wird sofort an verschiedenen Orten der Welt gespeichert und kann auch Jahre später noch zitiert werden.

Am Beispiel „euroweb“ wird die neue Dynamik deutlich, die erst durch das Internet in dieser Form möglich wird:

  • 18. März: ein Blogger veröffentlicht die erhaltene Abmahnung
  • 19./20. März: die S… wird durch Klein-Bloggersdorf getrieben
  • 20. März: Firma bekommt einen Eintrag im Online-Lexikon Wikipedia (vermutlich anders als erwünscht)

Wir müssen lernen, mit dieser Dynamik umzugehen, d.h auch, dass „Aktualität“ neu definiert werden muss.

Mein Fazit aus der „euroweb-Pandemie“:

  • Weblogs müssen als ein wichtiger Bestandteil unserer Medienlandschaft anerkannt werden.
  • Unternehmen müssen lernen, ernsthaft mit Bloggern zu diskutieren.