Mit Cloud Computing zur wertorientierten Unternehmensführung – leben und arbeiten in der Wolke

Cloud Computing ist nicht erst seit der CeBIT 2010 *das Thema* in vielen (IT-)Organisationen.

Ist „die Cloud“ mehr als nur ein Schlagwort?

„Viele junge Unternehmen präsentierten sich auf der CeBIT als reiner Cloud-Anbieter. Wer nachhakte, fand aber schnell heraus, dass hier manchmal „Internet“ mit „Cloud“ verwechselt wurde.“

Unter dem Stichwort „Virtuelle Arbeitsorganisation“ haben wir bereits mitte der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts „neue Organisationskonzepte“ entwickelt und umgesetzt; und erinnert sich noch jemand an die „Hype-„Zeiten von CAE – Computer Aided Engineering – oder CIM – Computer Integrated Manufacturing – … ?

Heißt das also nun, „die Cloud“ ist wieder nur „alter Wein in neuen Schläuchen“?

Ja, sicher … aber es gibt auch einen roten Faden! Anfangs unterstützten Computer die Abläufe und Prozesse mit dem Ziel, möglichst viele menschliche Handgriffe zu ersetzen; mit Social Media gewinnt schlussendlich ein wichtiger Faktor wieder mehr an Bedeutung:

der Mensch steht im Zentrum!

Nicht umsonst steht der Mensch bei unseren (Wertanalyse-)Projekten immer im Mittelpunkt. Hin zu einer wertorientierten Unternehmensführung ist es dann nur noch ein kleiner, aber konsequenter Schritt.

Das Sahnehäuptchen Sahnehäubchen ist „Social Media“, und mit „Cloud Computing“ gelingt dann – hoffentlich – der Sprung vom Informations- ins Wissenszeitalter.

Mit Weblogs, Wiki, Buzz und Co. haben wir die notwendigen Werkzeuge in der Hand, nun geht es noch darum, diese gewinnbringend zu nutzen …

Sehr gut gefällt mir, wie Christian Henner-Fehr die Verbindung zur Schnitzeljagd herstellt:

„Ich bezeichne die Erstellung von Mikrotexten bzw. deren Austausch als Cloud Communication, wobei die Schnipsel sowohl von mir selbst als auch von anderen stammen können. Möglich ist das aber nur, wenn ich auch dazu bereit bin, dass meine Ideen aufgegriffen und weiterverwendet werden. (…)

Zusammengefasst bietet mir Cloud Communication somit drei große Vorteile:

  • bessere Auffindbarkeit im Social Web, weil meine Inhalte auf verschiedenen Plattformen verteilt sind.
  • Mikrotexte bzw. Ideen ergänzen sich, lassen sich neu zusammenstellen und generieren neue Ideen.
  • Hinter den Mikrotexten stecken oftmals interessante Kooperationspartner.

(…) Früher war das ein Spiel und nannte sich Schnitzeljagd. ;-)“

In diesem Sinne … auf eine gute Zusammenarbeit :) – und als kleine Denksport Aufgabe die Frage:

Wie wollen wir in der Wolke leben und arbeiten?

Rainer Helmes

Was ist so neu am neuen Internet?

Der „Quantensprung“ von Internet 1.0 nach Internet 2.0 – der m.E. keiner ist – wird zunehmend diskutiert. Dieses Phänomen „Web 2.0“ entwickelt z.Z. eine Eigendynamik – ich neige dazu, schon von einem „Bläschen“ zu sprechen.

Auf der anderen Seite liegen in einer veränderten Unternehmenskultur neue Chancen und auch Herausforderungen gerade auch für kleine und mittelständische Unternehmen.

Durch die Verlagerung von Geschäftsprozessen in das Internet können Kosten gesenkt und die Effizienz gesteigert werden.

Aber richtig ist auch: Ein Unternehmen, das versucht seine Ablauforganisation und seine Prozesse 1:1 in das Internet zu verlagern, wird Schiffbruch erleiden! Auch hierzu gibt es genügend Beispiele.

live.hackr verweist auf Z_punkt’s ultimative Einführung ins Web 2.0. Trotz des Hype-Unwortes-Web-2.0 sind die Artikel Web 2.0 Teil I und Teil II lesenswert. – Eine Einführung eben, aus der sich der geneigte Leser das passende heraussuchen kann – dennoch: Lesen lohnt!

Leider ist die unten zitierte Antwort nicht sehr erhellend:

Stattdessen sollte die Frage ernsthaft gestellt werden: Steht Web 2.0 für eine Transformation, die das Business tangiert, vielleicht sogar umformt?

Unsere Antwort ist ein kritisch abgewogenes, aber deutliches „Ja“.

Für mich wird nicht hinreichend deutlich, was „kritisch abgewogen“ wird. Bitte Butter bei die Fische: was heißt in diesem Zusammenhang „kritsich abgewogen, aber deutlich“???

Weiter heißt es:

Die Skepsis gegenüber dem Buzzword „Web 2.0“ sollte nicht den Blick dafür verstellen, dass das Internet, die Medien, Marketing und E-Commerce reale Wandlungsprozesse durchläuft, die zum Teil bereits in den Mainstream diffundieren.

Dieses Fazit kann ich nur unterstreichen.

Alles Traffic oder Was: Die Top100 der wichtigsten Corporate Blogs?

PR Blogger Klaus Eck et al. präsentieren die Top 100 Business Blogs .

„Das Ranking präsentiert die meistgelesenen und damit wichtigsten deutschsprachigen Corporate Blogs.“

Hmm … die „wichtigsten deutschsprachigen Corporate Blogs“ … wichtig für wen oder was? und stimmt das in dieser allgemeinen Form?

Gradmesser ist die Blog-Suchmaschine Technorati. Technorati bewertet die Anzahl der ein- und ausgehenden Links der Weblogs.

Zum Thema „Verlinken“ habe ich mich u.a. schon hier und hier ausgelassen.

Links sind das A und O in der Blogosphäre. Links – auch Hyperlinks genannt – sind notwendig, um in den Weiten des WWW gefunden zu werden! Je höher der sog. PageRank, desto besser der Platz in der Google-Treffer-Liste.

Ja! – Aber? Links sorgen für Traffic – via Google z.B. – Aber entscheidet Traffic alleine über die Qualität bzw. den Einfluss eines Weblogs?

Mir sind 100 zufriedene Besucher, die häufig vorbei schauen, lieber als „1000 Visits“, die Google schickt, und von denen 990 die Nase rümpfen, weil sie doch nicht das gefunden haben, was sie suchen.

Bitte jetzt nicht falsch verstehen …

… Traffic ist wichtig! Aus den „1000 Visits“ akquiriert sich vielleicht ein treuer Leser – oder gar ein neuer Kunde!

… und die Leistung von Klaus Eck und Co. will ich keineswegs schmälern! Diese Liste ist ein guter Ansatz für alle, die sich näher mit dem Thema „Weblog für Unternehmen“ beschäftigen wollen :-) Danke an die Autoren!!!

Aber, von einem Ranking, das die Bedeutung eines Business Weblogs richtig einordnet, erwarte ich deutlich mehr, als nur die Wiederspiegelung des Technorati-Ranges.

Mich interessiert zusätzlich: welchen Anteil meiner potenziellen Kunden erreiche ich?, wieviele meiner Stammkunden kennen und nutzen mein Weblog?, wie oft kommen die Besucher wieder? usw. usw.

Für Unternehmen ist es wichtig, die Vorteile eines Weblogs mit denen der gemeinen Homepage zu verbinden. Keine leichte Aufgabe ;-) – und maßgebend sollten einzig und allein die Bedürfnisse der Besucher der jeweiligen Site sein.

Ein weiteres Kriterium für die Bewertung von Corporate Blogs könnte z.B. auch sein, inwieweit es einem Unternehmen gelingt, die Weblog-Technologie und die Weblog-Kommunikationskultur in seinen gesamten Web-Auftritt zu integrieren.

Über ein „Web-1.0-2.0-Zwitter“ schreibe ich auch hier .

Auch Robert – unser aller A-Blogger ;-) – hat sich so seine Gedanken gemacht …

via PR Blogger

Update 23. Juni 06

Ein Ziel der Ranking-Liste ist erreicht: sie sorgt für Aufmerksamkeit, Unruhe in der Blogosphäre, viele neue Links, und das führt sicher auch zu viel Traffic ;-)

Was passiert? Die Liste ist dynamisch – jawohl die Rangordnung verändert sich schneller als Technorati sein Ranking aktualisiert ;-)

Nun ja, das mit dem Ranking ist ja auch nicht so einfach, denn Technorati liefert zwei Zahlen! (- inwieweit diese zuverlässig ermittelt werden und immer aktuell sind lasse ich jetzt mal dahingestellt -)

Zum einen nennt Technorate die absolute Zahl der eingehenden Links und zum anderen die Anzahl der verschiedenen Webseiten, von denen diese Links ausgehen. Aus diesen Werten ergibt sich der „Rang“, wobei die Anzahl der Seiten offensichtlich stärker eingeht.

Diesem „Business-Ranking“ liegen scheinbar nur die absoluten Links zugrunde!?! (habe mich selbst nicht so intensiv damit befasst ;-) ))

Aber Frank Herold meint Man wird ja mal nachfragen dürfen…:

„Lieber Klaus Eck, erklärst du bitte nochmal die Spielregeln, so das auch eine angefressene, beleidigte Leberwurst, ein stoischer Erbsenzähler, wie ich es einer bin, sie kapiert?

Sollte es so sein, dass hier ausschliesslich die Anzahl der Links gezählt wird? In dem Fall legen wir uns doch einfach alle ein Linkblog zu und trackbacken gleich jeden neuen Blogeintrag 5 mal oder öfter…“

… solidarisch spendet er seine Links, und weil er dabei MiFoMM auch mit so schöner Beschreibung verlinkt hat, soll er natürlich auch viele, viele Backlinks erhalten :-)

Digitale Konvergenz vor neuem Boom …

… so das Fazit der Studie Technology Executive Connections – Shaping digital convergence through mergers & acquisitions.

Die Studie basiert auf einer Erhebung der Economist Intelligence Unit im February 2006 und einer weiteren Befragung durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers AG.

The quantitative findings presented in this report are based on two tightly integrated surveys. The primary survey, conducted by the Economist Intelligence Unit in February 2006, garnered 149 responses from senior executives: 32% from Asia, 25% from North America, 28% from Western Europe, 8% from Eastern Europe, 6% from the Middle East and Africa and 1% from Latin America.
Working in parallel, PricewaterhouseCoopers obtained an additional 46 responses from senior executives at start-up technology companies throughout Europe.

Digitale Konvergenz war schon einmal ein Schlagwort, damals „zu Zeiten des großen Internet-Hype“ ;-) …

… heute wird im Zusammenhang mit digitaler Konvergenz auch von Triple Play gesprochen – ist das wieder nur alter Wein in neuen Schläuchen oder steckt mehr dahinter???

Damals fehlten noch die technologischen Voraussetzungen wie breitbandige Zugangsnetze. Auch die Digitalisierung von Diensten war noch nicht so weit fortgeschritten. Heutzutage gibt es aber konkrete Produkte und marktfähige Angebote – nicht nur Ideen und Prognosen. Kerstin Müller, Partnerin bei PwC im Bereich Advisory

Auch in Deutschland kennzeichnen zahlreiche M&A-Aktivitäten den Trend zur Konvergenz.

Die Unternehmen wollen langfristig überleben und neue Kunden gewinnen, keine unnötigen Risiken eingehen und eine Kursabwertung vermeiden. Ralf Hafner, Partner bei PwC im Bereich Deal Services

Immerhin rechnen laut Studie 65 Prozent der befragten Top-Manager für die kommenden drei Jahre mit einem Anhalten des Trends zu Übernahmen und Fusionen.

Die Studie attestiert den Top-Managern, sich sehr gewissenhaft mit der Thematik auseinanderzusetzen – im Vordergrund stehe immer die „richtige“ Strategie:

Still, the good news is that technology, media and telecom companies appear to be approaching the current wave of M&A with their eyes wide open. Discussions with executives and the survey findings reveal a focus on fundamental strategic soundness. Moreover, executives are neither discounting the challenges of integrating operations nor overvaluing the revenue synergies of the combining companies.

Ein Manager formuliert es so:

A great strategy, poorly executed, is a waste of everyone’s time and cash. But a decent acquisition, well executed, with loads of cost synergies, can generate enormous returns. So in M&A, all you need is a good idea – not even a great idea but a good one – coupled with great execution and you can achieve amazing results.

Aber wer sind die Übernahme-Kandidaten und wer die großen Gewinner? Interessant ist die folgende Gegenüberstellung:

A) gefragt wurde, wer sind die möglichen (Wunsch-)Übernahmekandidaten? – Zwei Angaben waren möglich. Genannt wurden:

  • Software-Entwickler: 49% der Nennungen
  • Anbieter von Business-Nachrichten: 41%
  • Anbieter von sog. Entertainment-Content: 19%
  • Mobilfunk-Anbieter: 18%
  • Hersteller von Unterhaltungselektronik: 15%

B) gefragt wurde, welche Unternehmen werden in den nächsten fünf Jahren den größten Nutzen aus der digitalen Konvergenz ziehen? – Zwei Angaben waren möglich. Genannt wurden:

  • Anbieter von sog. Entertainment Content: 42% der Nennungen
  • Hersteller von Unterhaltungselektronik: 36%
  • Mobilfunk-Anbieter und ähnliche Service Provider: 30%
  • Anbieter von Business-Nachrichten: 24%
  • Kabelnetz-Betreiber und ähnliche Netz-Provider: 23%
  • Software-Entwickler: 23%

Die Digitale Konvergenz hat weitreichende Konsequenzen sowohl für Unternehmen aus dem Bereich der Informations- und Kommunikationstechnolgie als auch aus dem Bereich der Medien.

Trotz aller Euphorie werden aber auch wieder Firmenpleiten erwartet. M.E. ist es jetzt noch zu früh, von einer neuen Internet-Blase wie zu Zeiten der New Economy zu sprechen.

Entscheidend für den Erfolg jeder Kooperation – oder auch Übernahme – ist, inwieweit es den beteiligten Unternehmen gelingt, verschiedene Unternehmenskulturen, die teilweise über viele Jahre gewachsen sind, so zu verbinden bzw. zu integrieren, dass sich die betroffenen Mitarbeiter „mitgenommen“ fühlen.

Die Studie können Sie hier kostenlos als PDF laden.

Kommunikation und Kooperation

… haben wir nicht ohne Grund als Überschrift für dieses Weblog gewählt.

Im folgenden stelle ich MiFoMM vor.

Wozu ein weiteres Weblog (- oder auch kurz Blog genannt -)?

Es geht uns nicht um die Frage, ob Weblogs oder sog. Soziale Software „Hype“ sind oder nicht, …

… es geht immer um Kommunikation und Kooperation – nur mit anderen Mitteln.

Doch dazu müssen wir die Neuen Medien richtig nutzen, womit wir bei dem eigentlichen Anliegen dieses Weblogs sind: wir wollen neue Wege und Chancen diskutieren, wie Neue Medien unsere Arbeit effektiver und effizienter machen können.

In den letzten Wochen und Monaten habe ich viel experimentiert, und einiges neu kennen und vieles davon auch schätzen gelernt.

Auch ich hatte Berührungsängste, als ich erstmals auf so ungewohnte Dienste wie del.icio.us oder Bloglines gestoßen bin.

Vieles ist neu, zusätzlich ist die Art und Weise gewöhnungsbedürftig, wie in der Blogosphäre – auch als Klein Bloggersdorf bezeichnet – kommuniziert wird.

Dennoch sind Weblogs in der „normalen Unternehmenswelt“ angekommen – und sie werden auch m.E. nicht wieder verschwinden. Bei Basic Thinking lesen Sie, wer schon alles bloggt, und auch die vdi nachrichten und der Industrieanzeiger nehmen sich des Themas an.

Natürlich: wo Licht ist, ist auch Schatten. Wir werden auch über die kleinen und großen Herausforderungen beim Aufbau von Weblogs und im Umgang mit Sozialer Software berichten.

Sehr gute Tipps rund um Layout und Design gibt Jörg Petermann in seinem einfach persönlich Weblog .

Wie kommunizieren Weblogs?

Weblogs „leben“ aufgrund der Vernetzung untereinander. Das ist auch eine große technische Herausfoderung -ich nenne hier die Stichworte Pingback und Trackback.

Technorati, die Suchmaschine für Blogs, listet über 29 Millionen Blogs, in Deutschland sind es ca. 250.000 und es kommt „Jede Sekunde ein neues Blog“ hinzu (FAZ.NET).

Viel spannender aber finde ich die Frage:

Wie kommunizieren wir über Weblogs?

Wolf-Dieter Roth findet „Hörfehler“ in E-Mails, und auch Weblogs sind nicht frei von Risiken und Nebenwirkungen …

… dieses Weblog will Raum geben, alles das zu diskutieren.

1. Update 23. Juli 2006:

Es ist Zeit für ein erstes Fazit und eine Neu-Strukturierung der Site …