Verlinken – Ja, aber Wie?

Wie klappt es eigentlich mit dem Verlinken?, habe ich schon hier gefragt. Trackback, ja, aber wann, oder Pingback oder was?

Nun liefert die Bloggosphäre wieder eine Steilvorlage, und ich kann nicht widerstehen:

Die Freundin bloggt, und – wie Björn Hasse feststellt – die MacherInnen können nur alles falsch machen:

Wer nicht verlinkt, der ist doof. Wer verlinkt, der ist ein Trackback-Sauger. Wer bezahlt, der bezahlt zu wenig (andere Baustelle), wer nicht bezahlt, der macht etwas falsch (Vielleicht, man weiß nicht so genau). Wer anonym postet, der ist ein Fake, und wer für eine Frauenzeitschrift vor dem Fotoshooting eine Szenerie stellt, der fälscht Hintergründe. Oder so. Um aber auch weiter zu spiegeln: Wer die Blogs kritisiert, der sieht Frauen lieber Nähen und Kochen, wer Texte abändert, der zensiert.

Da ich in den letzten 14 Tagen nur sporadisch in Klein-Bloggersdorf war, habe ich die spannende Diskussion (andere würden sagen: Schlammschlacht!?!) in den Kommentaren hier verpasst.

Nun – auf den ersten Blick – verwundert der letzte Kommentar (datiert: 11.05.2006 – 00:20):

Hey cool, dem erste freundin-Blog hat endlich mal hierhergelinkt!

…hat auch nur über eine Woche gedauert… (Cator)

Der Kommentar verwundert aber auch nur auf den ersten Blick, denn die Verlinkung entpuppt sich als „des Pudels Kern“??? Nicht wirklich, oder doch?

Zum einen sind die deutschen blogcharts Gradmesser für die Bedeutung der Blogs (und wer möchte nicht gerne – heimlich oder unheimlich – zum erlauchten Kreis der sog. A-Lister gehören???). Für einen guten Platz in Suchmaschinen oder bei Technorati ist die Anzahl der auf das eigene Blog verweisenden Seiten (vgl. auch: Pagerank) ausschlaggebend.

Auf der anderen Seite – und das ist m.E. der wichtigere Punkt – wird die breite Online-Kommunikation erst so richtig durch die „via-Verlinkung“ in Schwung gebracht. So ist es möglich, immer tiefer in ein Thema einzusteigen und die vielfältigsten Meinungen einzuholen.

Für die Verlinkung gibt es zwei Verfahren: Pingback und Trackback. Zu den Vor- und Nachteilen siehe auch hier.

Pingback oder Trackback? Welche Bedeutung hat die Verlinkung für die Bloggosphäre und wie wird richtig verlinkt, das ist hier die Frage?, die ich gerne an die Leser weitergebe …

Track mein Blog

… oder wie sammeln wir die Spuren unserer Leser? Woher kommen sie und wohin gehen sie …

MyBlogLog.com will diese Frage beantworten.

Um diesen Dienst zu nutzen, muss eine kleine Java-Script-Zeile in den eigenen Code eingefügt werden:

<script type=’text/javascript‘ xsrc=’http://track.mybloglog.com/js?mblID=XXXXXXXXXXXXXXXX‘></script>

Diesen Dienst gibt in einer Basis-Version kostenlos und mit mehr Informationen gegen eine monatliche Gebühr.

Ein gewisser Beigeschmack – ob berechtigt oder nicht – bleibt im Hinblick auf Java-Script, was ist damit alles möglich? Ich frage mich, brauchen wir diese Informationen wirklich?

Vor gut einem Jahr ist dieser Beitrag zu MyBlogLog.com im Lummaland erschienen. Seither sind sicher viele Spuren gesichert worden, welche guten oder auch schlechten Erfahrungen gibt es mit welchen Diensten?

Sollen Blogger Leser tracken?

unsere Baustelle im World-Wide-Web

oder wie kann ich mich im welt-weiten Netz verstecken?

Jörg Petermann erklärt hier, dass das unmöglich ist:

Mein Weblog ist gaaaaaaaannz GEHEIM! PSST!

An einem Tag werde ich gleich auf drei Leser aufmerksam, die alle am Weblog-Aufbau beschäftigt sind. Super sage ich mir, also wirst Du gleich mal einen Kommentar mit besten Grüßen in die Weblogs schreiben. [..]

[..] mich [haben] die Weblogs in Ihren Blogroll aufgenommen. Beim Veröffentlichen des ersten Postings bekomme ich bei Abfrage von Technorati dann eine Nachricht, dass das Weblog XYZ gerade mit einem Link zu mir einen Beitrag Online gestellt hat.

Das ist doch suu…per? oder? Schließlich will man ja gefunden werden!

Die Frage ist nur, wann will ich gefunden werden?, wo und wie kann ich Neues in Ruhe testen?, z.B.:

  • verschiedene Designs ausprobieren
  • das Design an eine eigene CI anpassen
  • Feeds mit verschiedenen Readern testen
  • Permalink-Einstellungen verändern
  • wie werden Umlaute und Sonderzeichen richtig dargestellt
  • usw, usw, …

ganz geheim? in aller Stille? – das geht nicht! – also beziehe ich meine Leser mit ein. Dieses Blog ist heute eine Woche alt und ich habe viel experimentiert … vieles funktioniert, aber sicher tauchen hier und da noch Fehler auf. Wenn Sie Fehler finden, schreiben Sie einen Kommentar, oder schicken Sie mir auch eine persönliche Mail.

Nebenan – ich meine parallel zu diesem Weblog – entsteht gerade unser MiFoMM-Typo3-Projekt (Link in der Kopfzeile):

das Mittelstand-Forum : Menschen & Märkte

Die Idee: Ein Kooperations-Projekt für kleine und mittelständische Unternehmen – Kommunikation und Kooperation in Verbindung mit Neuen Medien (Stichwort: Web 2.0)

Begleiten Sie auch diese Aufbauphase mit Ihren Anregungen und Ihrer Kritik … aber rechnen Sie auch (vorerst) noch mit ständigen Veränderungen und auch mit unvermeidlichen Ausfällen …

Lesen Sie hierzu auch bei Basic Thinking: Wenn sich die Webseite hinter dem Weblog versteckt.

Kommunikation und Kooperation

… haben wir nicht ohne Grund als Überschrift für dieses Weblog gewählt.

Im folgenden stelle ich MiFoMM vor.

Wozu ein weiteres Weblog (- oder auch kurz Blog genannt -)?

Es geht uns nicht um die Frage, ob Weblogs oder sog. Soziale Software „Hype“ sind oder nicht, …

… es geht immer um Kommunikation und Kooperation – nur mit anderen Mitteln.

Doch dazu müssen wir die Neuen Medien richtig nutzen, womit wir bei dem eigentlichen Anliegen dieses Weblogs sind: wir wollen neue Wege und Chancen diskutieren, wie Neue Medien unsere Arbeit effektiver und effizienter machen können.

In den letzten Wochen und Monaten habe ich viel experimentiert, und einiges neu kennen und vieles davon auch schätzen gelernt.

Auch ich hatte Berührungsängste, als ich erstmals auf so ungewohnte Dienste wie del.icio.us oder Bloglines gestoßen bin.

Vieles ist neu, zusätzlich ist die Art und Weise gewöhnungsbedürftig, wie in der Blogosphäre – auch als Klein Bloggersdorf bezeichnet – kommuniziert wird.

Dennoch sind Weblogs in der „normalen Unternehmenswelt“ angekommen – und sie werden auch m.E. nicht wieder verschwinden. Bei Basic Thinking lesen Sie, wer schon alles bloggt, und auch die vdi nachrichten und der Industrieanzeiger nehmen sich des Themas an.

Natürlich: wo Licht ist, ist auch Schatten. Wir werden auch über die kleinen und großen Herausforderungen beim Aufbau von Weblogs und im Umgang mit Sozialer Software berichten.

Sehr gute Tipps rund um Layout und Design gibt Jörg Petermann in seinem einfach persönlich Weblog .

Wie kommunizieren Weblogs?

Weblogs „leben“ aufgrund der Vernetzung untereinander. Das ist auch eine große technische Herausfoderung -ich nenne hier die Stichworte Pingback und Trackback.

Technorati, die Suchmaschine für Blogs, listet über 29 Millionen Blogs, in Deutschland sind es ca. 250.000 und es kommt „Jede Sekunde ein neues Blog“ hinzu (FAZ.NET).

Viel spannender aber finde ich die Frage:

Wie kommunizieren wir über Weblogs?

Wolf-Dieter Roth findet „Hörfehler“ in E-Mails, und auch Weblogs sind nicht frei von Risiken und Nebenwirkungen …

… dieses Weblog will Raum geben, alles das zu diskutieren.

1. Update 23. Juli 2006:

Es ist Zeit für ein erstes Fazit und eine Neu-Strukturierung der Site …